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J.R. Smith kam 2006 von den Chicago Bulls zu den Denver Nuggets © getty

Denver schlägt Utah und verschafft dadurch Dallas die Chance, mit den Jazz gleichzuziehen. J.R. Smith versenkt acht Dreier.

Von Felix Götz

München - Obwohl Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks (Mavs feiern Zittersieg) spielfrei hatten, konnten sie sich über einen gefühlten Sieg freuen.

Der Grund: Mit den Utah Jazz ging ein direkter Konkurrent der Mavs im Kampf um die Playoffs in Denver baden. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Die Nuggets festigten mit dem nie gefährdeten 114:104-Efolg über Utah Platz zwei in der Western Conference und stellten gleichzeitig einen neuen Vereinsrekord auf.

Nie hatte das Team aus Colorado zu diesem Zeitpunkt einer Saison bereits 50 Siege eingefahren.

Smith trifft acht Dreier

"Das ist sehr schön. Ich glaube nicht, dass uns irgendjemand 50 Siege zugetraut hat", freute sich Nuggets-Coach George Karl.

Alles überragender Mann auf Seiten der Gastgeber war J.R. Smith, der in 15 Minuten 21 seiner insgesamt 28 Zähler verbuchte und unfassbare acht Dreier verwandelte.

"Es war unglaublich. Bei manchen Würfen bin ich vor mir selbst erschrocken", staunte der 23-Jährige.

Unterstützung erhielt Smith vor allem von Carmelo Anthony, der 23 Punkte und 9 Rebounds zum Sieg beisteuerte.

Einziger Wehrmutstropfen: Der eben erst von einer Rückenverletzung genesene Kenyon Martin (7 Punkte) erlitt im dritten Viertel eine Rippenverletzung, deren Schwere noch unklar ist.

Herber Rückschlag für Utah

Für Utah war die Pleite ein herber Rückschlag im Kampf um eine gute Ausgangslage in den Playoffs.

Zwar hat das Team von Coach Jerry Sloan weiterhin beste Aussichten auf die Qualifikation, es droht dann aber Platz acht, was bedeuten würde, dass Utah auf die gefürchteten L.A. Lakers treffen würde.

Einzig C.J. Miles (19 Punkte) und Deron Williams (18 Zähler) leisteten bei den Jazz Gegenwehr, die bereits zur Pause einem 10-Punkte-Rückstand hinterherliefen.

Sloan bemängelt Defense

"Ich bin von unserer Defense schwer enttäuscht. Es sah nicht so aus, als ob wir uns gegenseitig helfen wollten", schimpfte Sloan.

Zu der miserablen Verteidigung kam auch eine schwache Wurfquote. Utah versenkte aus dem Feld gerade etwas über 36 Prozent.

"Ich weiß nicht was los war. In der ersten Halbzeit haben wir einfach nicht gut getroffen", rätselte der Utah-Coach.

Philadelphia - Milwaukee Bucks

Philadelphias Coach Toni diLeo muss in seiner Halbzeitansprache offenbar deutliche Worte gefunden haben, denn nach einem 105:95-Sieg der 76ers über die Milwaukee Bucks sah es zunächst nicht aus.

Unglaubliche 13 Turnovers leistete sich Philadelphia im heimischen Wachovia Center in der ersten Halbzeit und lief zu Beginn des zweiten Durchgangs folgerichtig einem 50:59-Rückstand hinterher.

"Keiner von uns war mit dem Kopf bei der Sache. Die zweite Halbzeit war dann aber wie ein Weckruf", sagte 76ers-Forward Reggie Evans (13 Punkte)

Williams erzielt 21 Punkte

Tatsächlich kam Philadelphia mit einer ganz anderen Einstellung aus der Kabine und gewann, angeführt von Topscorer Lou Williams (21 Zähler), das dritte Viertel mit 30:20.

Im letzten Durchgang ließen die 76ers, bei denen auch Andre Iguodala (20 Punkte) und Andre Miller (18 Zähler und 11 Assists) eine ordentliche Vorstellung ablieferten, nichts mehr anbrennen.

Und das war für die Mannschaft aus Pennsylvania im Kampf um die Playoffs enorm wichtig. Die 76ers stehen momentan in der Eastern Conference auf Rang fünf, sind aber noch nicht sicher qualifiziert.

Playoff-Traum geplatzt

Für Milwaukee, bei denen Ramon Sessions mit 18 Punkten bester Werfer war, hat sich mit dieser Pleite der Traum von den Playoffs wohl endgültig erledigt.

"Es war sehr ähnlich wie bei unserer Niederlage gegen die Lakers. Wir hatten schon früh viele Pannen in unserem Spiel. Diese haben die 76ers allerdings erst spät genutzt", sagte der enttäuschte Bucks-Trainer Scott Skiles.

Das Team aus Wisconsin hat nun bereits vier Siege Rückstand auf die Chicago Bulls, die im Osten momentan auf Platz acht liegen.

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