vergrößernverkleinern
Dirk Nowitzki kam 1999 aus Würzburg zu den Dallas Mavericks © getty

Den Dallas Mavericks steht ein entscheidendes Wochenende bevor. Zunächst gilt es eine Pflichtaufgabe zu lösen, dann folgt der Showdown.

Von Felix Götz

München - Dirk Nowitzki liebt Rouladen mit Blaukraut und Klößen - vornehmlich die bei Mama Helga in Würzburg, wo sich der 30-Jährige nach einer anstrengenden NBA-Saison gerne verwöhnen lässt.

Sollten die Dallas Mavericks im Kampf um den letzten Playoff-Platz in der Western Conference gegen die Phoenix Suns den Kürzeren ziehen, dann wäre das "German Wunderkind" schneller am Mittagstisch in Unterfranken, als ihm lieb sein dürfte. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Darauf deutet momentan allerdings wenig hin, denn das Team von Trainer Rick Carlisle hat nach wie vor vier Siege Vorsprung auf die Suns - bei noch sieben ausstehenden Partien.

In der Nacht auf Samstag (2 Uhr LIVESCORES) sollten die Mavs bei den Memphis Grizzlies zunächst einen Pflichtsieg einfahren, um ohne großen Druck in den direkten Showdown gegen Shaq Co. am Sonntag (So., 21.30 Uhr LIVESCORES) gehen zu können.

"Mit Mut und Charakterstärke"

Wenn die Texaner so wie beim denkbar knappen 98:96-Erfolg über die Miami Heat auftreten, wo sie einen Elf-Punkte-Rückstand wettmachten, dann sollte auch ein Sieg im FedEx-Forum in Memphis drin sein. (Mavericks siegen dank Verteidigung)

Denn gegen die Heat legten die Mavericks eine Eigenschaft an den Tag, für die sie bisher nicht unbedingt bekannt waren, die aber im Hinblick auf die Playoffs immer wichtiger wird - eine exzellente Verteidigung.

Oder wie es Carlisle gegenüber der "Dallas Morning News" ausdrückte: "Das war nicht schön. Aber wir haben die Aufgabe mit Mut und Charakterstärke erledigt."

Besonders wichtig: Josh Howard scheint nach seiner Verletzungspause wieder gut in Form zu sein und machte gegen Miami eine starke Partie.

Grizzlies nicht zu unterschätzen

Unterschätzen sollte man die Grizzlies allerdings nicht, obwohl das Team von Trainer Lionel Hollins mit nur 20 Siegen bei 54 Pleiten nach den Sacramento Kings, Los Angeles Clippers und Washington Wizards die viertschlechteste Saisonbilanz vorzuweisen hat.

Denn zuletzt gewann Memphis gegen Golden State und Washington zwei Spiele in Serie. Und die Mavericks haben von den vergangenen 13 Partien in der Fremde nur vier gewonnen.

Besonders aufpassen müssen die Mavs auf Rudy Gay und O.J. Mayo, die mit durchschnittlich jeweils über 18 Punkten gemeinsam mit Rookie Marc Gasol die Leistungsträger der Grizzlies sind.

Suns geben nicht auf

Darauf, dass sich die Phoenix Suns am Samstag einen Ausrutscher im Heimspiel gegen die Sacramento Kings erlauben, sollten sich die Mavericks nicht verlassen.

Auch wenn die Chancen der Suns auf das erreichen der Playoffs denkbar gering sind, hat sich die Mannschaft aus Arizona noch lange nicht aufgegeben.

"Wir glauben an unsere Chance, und so werden wir auch weiterhin spielen", sagte Guard Jason Richardson nach dem 114:109-Sieg gegen die Houston Rockets. (Suns hoffen weiter)

Und Trainer Alvin Gentry sagte im Hinblick auf die Partie der Suns gegen Sacramento: "Was Dallas macht ist egal. Wir müssen nur auf uns schauen."

Was geht noch nach oben?

Damit ist es dann am Sonntag im direkten Duell vorbei: Beim Spiel im American Airlines Center können die Mavericks mit einem Sieg alles klar machen. Drei Mal trafen beide Teams in dieser Runde bisher aufeinander. Zwei Mal siegte Dallas, ein Mal schoss Phoenix Nowitzki Co. mit 128:100 aus der Halle.

Zwar würden den Mavs selbst bei einer Niederlage noch Matchbälle übrig bleiben. Um aber in der ersten Runde der Playoffs den Los Angeles Lakers aus dem Weg zu gehen, wäre ein Erfolg gegen Phoenix enorm wichtig.

Denn mit den Utah Jazz (einen Sieg mehr als Dallas), Portland Trail Blazers und den New Orleans Hornets (jeweils zwei Siege Vorsprung), sind noch drei Mannschaften im Westen in unmittelbarer Reichweite.

Dallas hat es selbst in der Hand

Selbst die Houston Rockets und die San Antonio Spurs, die beide drei Siege mehr als die Mavericks auf dem Konto haben, sind theoretisch noch einholbar.

Dallas hat einiges noch selbst in der Hand: Die Mavs treffen zwei Mal auf New Orleans und zum Abschluss auf Houston - also auf direkte Konkurrenten.

Wie weit es für die Texaner noch geht, ist demnach völlig offen. Sicher dürfte dagegen sein, dass Mama Helga und die Rouladen im Zweifelsfall noch eine Weile warten könnten.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel