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Dallas' Spielmacher Jason Kidd (r.) beim Rebound gegen Marc Gasol © getty

Dallas verliert in Memphis und macht den Kampf um das letzte Playoff-Ticket im NBA-Westen wieder spannend. Die Suns wittern ihre Chance.

Von Roland Schekelinski

München/Memphis - Jetzt haben Dirk Nowitzki und Co. den Salat.

Die Phoenix Suns haben ihr Heimspiel gegen die Sacramento Kings mit 139:111 erwartungsgemäß deutlich gewonnen.

Die Dallas Mavericks jedoch haben ihre Partie bei den Memphis Grizzlies mit 102:107 verloren.

Zwar haben die Mavericks mit einer Bilanz von 45 Siegen bei 31 Niederlagen immer noch die besseren Karten im Kampf um das letzte Playoff-Ticket im NBA-Westen.

Doch schon am kommenden Sonntag reisen die Suns nach Dallas zum Showdown Achter gegen Neunter (So., 21.30 Uhr LIVESCORES).

Gewinnt Phoenix (42:34), dann wären es nur noch zwei Siege Differenz bei dann noch fünf austehenden Spielen.

Nashs Gruß nach Dallas

Und das routinierte Team um Superstar Shaquille O'Neal wittert seine bereits verloren geglaubte Chance auf die am 18. April beginnenden Playoffs.

Nowitzkis alter Freund aus gemeinsamen Tagen in Dallas, Steve Nash, der gegen Sacramento auf 29 Punkte und neun Assists kam, kramt schon mal in der psychologischen Trickkiste: "Wenn wir auf zwei verkürzen und sie unter Druck setzen - dann wird's lustig."

Alles andere als lustig findet es dagegen Dirk Nowitzki, der in Memphis 35 Punkte erzielte, allein 25 davon in den letzten beiden Vierteln.

Ein Ei in Memphis gelegt

"Keine Frage, das ist eine Enttäuschung", sagt Nowitzki. "Wir hatten hier die große Chance sicher zu stellen, dass wir in die Playoffs kommen - und dann legen wir hier so ein Ei in Memphis."

Besonders bitter: Dallas schaffte es nicht, gegen ein Team, das längst aus dem Playoff-Rennen ausgeschieden ist, bei einem Stand von 97:97 eine Minute und 43 Sekunden vor Ende das Spiel für sich zu entscheiden.

Memphis erzielte in der "Crunchtime" zehn Punkte, Dallas nur noch fünf.

Kein guten Aussichten also, wenn man sich vor allem das Restprogramm nach dem direkten Duell am Sonntag betrachtet.

Dallas mit schwererem Restprogramm

Dallas muss nach einem Heimspiel gegen die Utah Jazz (Siebter im Westen) gleich zweimal gegen die New Orleans Hornets (Sechster im Westen) um den überragenden Chis Paul ran.

Danach kommt eine relativ leichte Aufgabe gegen die Minnesota Timberwolves (abgeschlagen auf Platz elf) , bevor im letzten Spiel das Texas-Derby gegen die Houton Rockets (Nummer fünf) ansteht.

Die Phoenix Suns haben die vermeintlich leichteren Gegner vor der Brust: Den schwersten Brocken in New Orleans gleich zuerst, danach zweimal Memphis, einmal Minnesota und die Golden State Warriors. (Datencenter: Das Restprogramm in der NBA)

"Italien gegen Frankreich"

Die Mavericks haben es selbst in der Hand. Mit einem Sieg und dann vier Spielen Vorsprung dürfte den Suns der Playoff-Zahn gezogen werden. Die wiederum stilisieren die Begegnung zu einem Endspiel und machen Anlehnungen an eine andere Sportart.

"Wir sind Italien, das auswärts in Frankreich um die Fußball-Weltmeisterschaft spielt. Da gibt es also keine Ausreden mehr", sagt Phoenix' Flügelspieler Grant Hill.

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