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Dirk Nowitzki traf gegen Phoenix zehn von zwölf Würfen aus dem Feld © getty

Dallas spielt sich im Nervenduell gegen die Suns in einen Rausch und knackt die 100-Punkte-Grenze schon im dritten Viertel.

Von Liane Killmann

München - Mit einer ihrer stärksten Saisonleistungen haben die Dallas Mavericks in eigener Halle die Phoenix Suns mit 140:116 überrollt.

Kämpferisch stark trotzte das Team um Dirk Nowitzki im "Nervenduell" mit dem direkten Verfolger dem Druck und machte einen großen Schritt Richtung Playoff-Teilnahme.

Von "weicher Abwehrarbeit" (Mavericks-Coach Rick Carlisle) war diesmal nichts zu sehen: Im "großen, großen Spiel", so Nowitzki vor der Partie, war die konzentrierte Abwehrleistung ebenso ein Erfolgsgarant wie die Top-Trefferquoten der Mavs.

60 Prozent Trefferquote aus dem Feld, 60 Prozent von der Dreierlinie und Nowitzki (28 Punkte) traf zehn von zwölf Würfen aus dem Feld.

Kidd überholt "Magic"

Jason Kidd überragte mit 20 Assists in den ersten drei Vierteln und schob sich mit 10148 in der ewigen Bestenliste der Karriere-Assists an "Magic" Johnson (10141) vorbei.

Trainer Rick Carlisle war voll des Lobes für seinen Spielmacher: "Er hat einen unglaublichen Willen und ist so kreativ. Seine Leistung war phänomenal. Er hat das ganze Team beflügelt."

Dallas hat nun knapp zwei Wochen vor Ende der regulären Saison vier Siege Vorsprung auf die Suns.

Howard erhält stehende Ovationen

Bereits das erste Viertel entschieden die Hausherren mit 39:33 für sich, im zweiten Abschnitt gelangen den Texaner dann sogar 42 Zähler. Zur Halbzeit stand es bereits 81:59.

Für das Highlight des Spiels sorgte Josh Howard als er in der letzten Szene der ersten Hälfte einen Wurf weit aus der eigenen Hälfte im Korb versenkte und dafür stehende Ovationen erhielt.

100-Punkte-Marke fällt früh

Früh fiel im dritten Viertel die 100-Punkte-Marke, zu diesem Zeitpunkt hatte Phoenix gerade 78 Punkte auf dem Konto - und gab sich auf.

Auf der Gegenseite enttäuschten vor allem die Top-Stars: Jason Richardson und Ex-Maverick Steve Nash wiesen eine schwache Trefferquote auf.

"Wir haben ohne Energie und Leidenschaft gespielt", sagte ein frustrierter Nash.

Im Schlussabschnitt konnten es sich die Mavericks sogar erlauben, ihrer ersten Fünf eine lange Verschnaufpause zu gönnen.

Leichteres Restprogramm nutzt Phoenix nichts

Jetzt dürfte Phoenix auch das leichtere Restprogramm nichts mehr nutzen: Dallas hat vier Siege Vorsprung und den Tiebreaker - also den Vorteil bei Sieggleichheit am Ende der Saison - denn die Mavericks führen im direkten Vergleich gegen die Suns nun mit 3:1.

Der achte Platz in der Western Conference ist den Mavericks damit praktisch nicht mehr zu nehmen. Dallas kann nun sogar wieder auf eine bessere Platzierung hoffen.(Datencenter: Das Restprogramm in der NBA)

Dennoch nimmt Dirk Nowitzki die letzten Spiele der regulären Saison sehr ernst: "Wir haben eine Menge schwerer Teams auf dem Programm: Zweimal New Orleans, zu Hause Utah und Houston", zählt der deutsche All-Star auf.

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