vergrößernverkleinern
Dirk Nowitzki blickt voraus: "Das wird eine spaßige Woche" © getty

Die Playoffs sind so gut wie sicher: Jetzt blicken die Dallas Mavericks nach oben - um dem Angstgegner aus dem Weg zu gehen.

Von Julian Ignatowitsch

München - Die Playoffs haben die Dallas Mavericks nach dem beeindruckenden 140:116-Sieg gegen die Phoenix Suns (zum Spielbericht) so gut wie in der Tasche.

Auch wenn rechnerisch noch ein Sieg zur Gewissheit fehlt, zweifelt in Dallas eigentlich niemand mehr an der Qualifikation.

Warum auch? Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn die Mavericks ihre verbleibenden fünf Spiele allesamt verlieren und Phoenix gleichzeitig jedes seiner fünf Spiele gewinnen sollte. Nur dann käme es zum "worst case".

Aber damit beschäftigen sich die Mavericks erst gar nicht, ganz im Gegenteil.

"Nach oben blicken und Plätze gutmachen"

"Wir bleiben konzentriert", stellt Trainer Rick Carlisle klar und formuliert das neue Ziel: "Jetzt gilt es, nach oben zu blicken und noch den ein oder anderen Platz gutzumachen."

Denn dem West-Primus und Angstgegner aus Los Angeles wollen die Mavericks am liebsten aus dem Weg gehen.

Die Chancen dafür stehen nicht schlecht: Als Achter haben die Mavericks (46:31) nur ein Spiel Rückstand auf die siebtplatzierten Utah Jazz (47:30) und eineinhalb Spiele auf den Sechsten New Orleans Hornets (47:29).

Selbst in der Hand

In Anbetracht ihres Restprogramms haben es die Mavericks also selbst in der Hand.

Denn gegen genau diese beiden Teams bestreiten die Texaner die nächsten drei Spiele. Am Mittwoch kommen die Jazz ins American Airlines Center, am Freitag dann die Hornets, bevor es am Sonntag zum Back-To-Back-Game nach New Orleans geht. (Datencenter: Das Restprogramm in der NBA)

"Das wird eine spaßige Woche", freut sich Dirk Nowitzki auf die kniffligen Aufgaben.

Nowitzki: "Sind nur schwer zu schlagen"

"Wenn unsere Schlüsselspieler fit bleiben, sind wir ein starkes Team, das nur schwer zu schlagen ist."

Genau das bewiesen die Mavericks am Sonntagabend gegen die Suns. Mit Josh Howard, der noch immer über Sprunggelenksschmerzen klagt, in der Starting Five zeigten Nowitzki und Co., zu was sie in Bestbesetzung in der Lage sind.

"Wir hatten in dieser Saison so viele Höhen und Tiefen wie kein anderes Team, aber dieses Spiel war ein Signal", sagt Carlisle: "Wir werden den Schwung mitnehmen und von Tag zu Tag eine gefährlichere Mannschaft sein."

"Magic" Johnson überholt

Erst recht, wenn Jason Kidd seine Form bestätigt und auch in den Playoffs als selbstbewusster Spielmacher auftrumpft.

Gegen Phoenix gab er 20 Assists (87240zur DIASHOW) und schob sich mit 10148 in der ewigen Bestenliste der Karriere-Assists an Earvin "Magic" Johnson (10141) vorbei.

Er liegt nun an Position drei hinter John Stockton (15806) und Mark Jackson (10334).

Kidd als verlängerter Arm des Trainers

Anschließend verriet er sein Geheimrezept: "Ich frage mich, welcher gegnerische Spieler ungern Defense spielt und diese Schwachstelle nutze ich mit meinen Pässen aus", erklärt er.

Auf dem Platz erhält Kidd immer mehr Verantwortung und agiert als verlängerter Arm des Trainers.

Carlisle legt das Offensivspiel seit Januar fast vollständig in die Hände des 36-Jährigen.

Woche der Wahrheit

Das alles lässt für die Playoffs hoffen. Gegen die übermächtig scheinenden Lakers will jedoch kein Team in der ersten Playoff-Runde ran.

Deshalb steht für die Mavericks nach dem erfolgreich bestrittenen Schicksalsspiel gleich die nächste Woche der Wahrheit an.

Trainer Carlisles Hoffnung: "Es passieren magische Dinge."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel