vergrößernverkleinern
Dennis Schröder absolvierte in seiner Rookie-Saison für die Atlanta Hawks 49 NBA-Spiele © getty

Dennis Schröder erwirbt als Rookie für die Atlanta Hawks Respekt und Muskelmasse. Nach der EM-Quali will er in der NBA zulegen.

Braunschweig - Dennis Schröder trägt eine schwarz-graue Fliege und ein schwarzes Hemd, seine Stimme ist leise, sein Blick geht immer wieder auf den Boden.

Von Starallüren ist bei dem 20-Jährigen nichts zu spüren, auch nicht nach einem Jahr in der besten Basketball-Liga der Welt (NBA-Finals: ab Freitag, 3 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

"Es ist schön, wieder in Braunschweig zu sein", sagt Schröder, der vor einem Jahr aus Niedersachsen hinauszog in die große weite Welt der NBA.

"Es war ein erfolgreiches Jahr, auf jeden Fall. Ich habe gelernt, wie man in der NBA spielt, und habe mir den Respekt meiner Mitspieler verschafft", sagt der Point Guard der Atlanta Hawks bei seinem Heimatbesuch.

Ab und an erkennen ihn ein paar Fans, fragen um ein Autogramm, bitten um ein Foto. Doch das alles ist kein Vergleich zur NBA.

Schröder legt zu

Auf der anderen Seite der großen Teichs ist alles größer, bunter, härter. "Ich habe fünf bis sechs Kilo Muskelmasse zugelegt. In der NBA braucht man das", sagt der eher schmächtige Schröder, der auf den ganz großen Durchbruch noch wartet (SHOP: Jetzt Basketball-Artikel kaufen).

Bei 49 von 82 Spielen der regulären Saison (zwei Playoff-Einsätze) war er mit von der Partie und wurde im Dezember kurz zum Hawks-Farmteam Bakersfield abgeschoben. Und doch ist sein Optimismus ungebrochen.

"Im zweiten Jahr weiß ich, was ich zu tun habe. Nächstes Jahr wird es auf jeden Fall besser", sagt Schröder.

Gerüchte über Wechsel

Dann vielleicht bei den Sacramento Kings? Entsprechende Wechselgerüchte gab es zuletzt immer wieder. "Ich habe Vertrag in Atlanta. Man muss sehen, was weiter passiert. Es gab bislang keine Gespräche", sagt Schröder (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

Denn eigentlich fühlt der Rookie sich wohl in Atlanta. Am Anfang musste "der Neue" zwar Autos und Trikots seiner Kollegen waschen, aber "das müssen alle machen", sagt der deutsche Nationalspieler, der sich längst eingelebt hat. Und im Zweifel auch den großen Dirk Nowitzki anrufen kann.

"Er hat mir gesagt: Wenn ich etwas brauche, soll ich mich melden. Als er Vater geworden ist, habe ich ihm auch gratuliert. Ich habe einen sehr guten Kontakt zu ihm."

Erst EM-Quali, dann Durchbruch?

Zumindest im Nationalteam wird Schröder vorerst nicht auf Nowitzki treffen. Während "Dirkules" in der EM-Qualifikation passt, hat der 15 Jahre jüngere Schröder dem neuen Trainer Emir Mutapcic seine Zusage für die Spiele gegen Österreich, Polen und Luxemburg im August gegeben.

"Ich habe schon mit ihm gesprochen und gesagt, dass ich mithelfen will, unsere Ziele zu erreichen", sagt Schröder.

[tweet url="//twitter.com/search?q=%23Schr%C3%B6der"]

Danach geht es dann wieder zurück in die USA, der Vertrag in Atlanta läuft noch ein Jahr, es geht weiter mit dem Abenteuer Amerika. "Du spielst jede zweite Nacht gegen den besten Point Guard der Welt. Da musst du dich dran gewöhnen", sagt Schröder und freut sich schon wieder auf die NBA.

Den Abschied aus seiner Heimatstadt Braunschweig hat der verlorene Sohn nie bereut: "Es war eine sehr gute Entscheidung.

[kaltura id="0_1wkk4dk1" class="full_size" title="Spurs l sen das Final Ticket"]

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel