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Zwar melden sich die Heat, angeführt vom bärenstarken James (35 Punkte, 10 Rebounds) nochmal zurück, nach dem 1:1-Ausgleich geht es aber dahin
LeBron James wurde bereits viermal zum MVP der NBA gewählt © getty

Die Finals werden für LeBron James zur ultimativen Nagelprobe. Der "Threepeat" mit Miami würde ihn in den NBA-Olymp hieven.

Von Eric Böhm

München - Für LeBron James steht in den NBA-Finals (LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) mehr als "nur" der dritte Titel in Folge auf dem Spiel.

Der Superstar hat mit den Miami Heat als erstes Team seit den Boston Celtics der 80er Jahre zum vierten Mal die Endspiele erreicht. Aber erst der "Threepeat" würde ihn in den elitären Kreis der Legenden bringen.

Nicht zuletzt der viermalige MVP selbst orientiert sich an Michael Jordan, Kobe Bryant oder Bill Russell, die es allesamt vorgemacht haben.

Das Rematch mit den San Antonio Spurs erlangt entscheidende Bedeutung für sein Vermächtnis. Denn die Heat hängen vor allem von ihm ab, auch wenn er den letzten Wurf schon einmal einem Mitspieler überlässt.

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James fast immer Topscorer

Aus dem schillernden Star-Ensemble "Miami Thrice" ist heimlich, still und leise die James-Show mit ein paar aufregenden Gastauftritten geworden (SHOP: Jetzt Basketball-Artikel kaufen).

"Wir sind ein effektives Team, aber ich erwarte von mir, eine Führungsrolle zu übernehmen. Ich mache alles, was nötig ist, um die Meisterschaft zu holen", betont der 29-Jährige vor seinen fünften Finals in acht Jahren.

In 15 Playoff-Spielen erzielte nur einmal ein Kollege mehr Punkte - als den "King" im fünften Finale der Eastern Conference gegen Indiana Foulprobleme plagten.

Co-Stars tauchen ab und an auf

Dwyane Wade ist aufgrund seiner chronischen Knieprobleme nur noch phasenweise verlässlicher Co-Star, Chris Bosh war noch nie ein dominanter "Go-to-Guy".

Hin und wieder kann noch NBA-Methusalem Ray Allen mit seinen Dreiern die Kohlen aus dem Feuer ballern, aber grundsätzlich entscheidet James das Schicksal der Heat (894579DIASHOW: Die Bilder der Conference-Finals).

"In den Playoffs spielt LeBron auf einem unglaublichen Niveau. Charlotte war der lockere Auftakt, aber schon gegen Brooklyn hat er ein unglaubliches Level erreicht. Paul George und die Pacers konnten ihn im entscheidenden Moment nicht halten", sagt Ex-Spieler und NBA-Experte Reggie Miller.

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Neue Qualität

Tatsächlich hat James nach einer durchwachsenen Saison mit 14 Pleiten aus den letzten 25 Spielen, die ihn die MVP-Trophäe kosteten, rechtzeitig den Schalter für das Team umgelegt.

Egal ob Punkte - unter anderem 49 nach der einzigen Pleite gegen Brooklyn - oder eisenharte Verteidigung, in den entscheidenden Momenten ging er voran. Wo ihn früher vielleicht die Psycho-Spielchen von Indianas Lance Stephenson entnervt hätten, blieb er nun cool - auch ein Zeichen seiner Weiterentwicklung.

"Ich weiß nicht, ob das allen klar ist, aber wir erleben hier eine Legende auf ihrem absoluten Zenit. LeBron ist der dominanteste Spieler auf diesem Planten", schwärmt Chris Bosh (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

Duncans Wunsch erfüllt sich

In den Finals muss sich James im Duell mit einer anderen noch aktiven NBA-Ikone neu beweisen. Nach 2007 (Pleite mit Cleveland) und 2013 (Sieg nach sieben dramatischen Spielen) trifft er zum dritten Mal auf Tim Duncan.

"Sie mögen uns nicht. Das kann ich an Timmys Kommentaren ablesen. Sie wollten uns nach den Finals 2013 haben. Ihr Wunsch geht in Erfüllung", sagt James. Duncan hatte von einer offenen Rechnung gesprochen.

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James bereit für Schicksal

James weiß, dass er nach dem recht mühelosen Marsch durch die Eastern Conference im Fokus steht. Reicht es nicht, wird es ihm angekreidet werden.

San Antonios Coach Gregg Popovich wird ihm neben dem jungen Dynamiker Kawhi Leonard sicher noch einige Überraschungen entgegenwerfen.

"Ich bin bereit", tönt der zehnmalige All-Star, der nach der Saison aus seinem Vertrag aussteigen und sich eine neue - oder im Falle Clevelands eine alte - Herausforderung suchen könnte.

So oder so: James hat ein Date mit dem Schicksal.

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