Meister Miami fühlt sich vor dem ersten NBA-Endspiel gegen die San Antonio Spurs beleidigt. Wie fit ist Tony Parker? Fakten.

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Von Eric Böhm

München - Die ominösen 28 Sekunden haben auch ein Jahr später noch eine große Bedeutung.

In den NBA-Finals 2013 fehlten sie den San Antonio Spurs zur Meisterschaft, ehe Ray Allen mit seinem Dreier Spiel 6 drehte und die Miami Heat in Spiel 7 doch noch ihren Titel verteidigten.

Vor der mit Spannung erwarteten Revanche (Spiel 1, ab 3 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) hatte Spurs-Routinier Tim Duncan angekündigt, die offene Rechnung zu begleichen. Miamis Superstar LeBron James vermisst Respekt (902195DIASHOW: Die Finalisten im Head-to-Head).

"Wir fühlen uns beleidigt, der Titel war kein glücklicher Zufall. Es ging über sieben Spiele. Sie wollten uns? Jetzt haben sie uns. Ich brauche keine Extra-Motivation", sagt James.

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SPORT1 hat vor Beginn der Serie die wichtigsten Fakten zu dem mit Spannung erwarteten Duell (SHOP: Jetzt Basketball-Artikel kaufen).

Ausgangslage

Während die Spurs mit 62 Siegen in der regulären Saison die Nase vorn hatten, drehte Miami in den Playoffs richtig auf. Ernsthaft fordern konnten sie Charlotte und Brooklyn nicht.

Selbst Indiana war dem Power-Spiel der Heat nicht gewachsen. Das Resultat waren die historischen vierten Finals in Folge - nur den Boston Celtics und L.A. Lakers war das zuvor gelungen.

Der "Threepeat" wäre der erste Titel-Hattrick seit den Lakers um Kobe Bryant und Shaquille O'Neal zwischen 2000 und 2002 (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

San Antonio ist in den sechsten Finals der Teamgeschichte (4 Titel) wie schon 2013 leichter Außenseiter, hat aber diesmal den Heimvorteil auf seiner Seite. Neben den Auftaktpartien dürften sie die Schlüsselspiele 5 und 7 daheim bestreiten.

Die Spurs hatten mit dem 4:3 in Runde 1 gegen Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks schon einen Thriller zu überstehen. Portland und Oklahoma City ließen sie keine Chance.

Es ist das erste Finals-Rematch seit 1998. Damals scheiterten die Utah Jazz zum zweiten Mal in Folge an Michael Jordans Chicago Bulls.

Bilanz

Miamis 4:3 in den Endspielen 2013 war das bisher einzige Playoff-Duell. Beide Teams gewannen damals jeweils ein Auswärtsspiel. Heimsiege gab es 2013/14 auch in den Spielen der regulären Saison.

Von den insgesamt 60 Aufeinandertreffen gewann San Antonio 38. Seit in Miami die Ära von James, Dwyane Wade und Chris Bosh begann, behielten neunmal die Heat die Oberhand - bei fünf Pleiten.

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Schlüsselspieler

Bei den Heat steht wenig überraschend "King" James im Mittelpunkt. Obwohl ihm Kevin Durant in diesem Jahr die MVP-Trophäe wegschnappte, zeigte der dominanteste Spieler der Liga wieder seine Extraklasse.

Außerdem gibt er auch in der Verteidigung den Ton an. Dazu kommen die formverbesserten Co-Stars Wade und Bosh. Wie von 2013 bekannt, ist zudem Veteran Allen immer gefährlich.

Aus dem Multi-Kulti-Kollektiv der Spurs (neun Nicht-Amerikaner) jemanden herauszugreifen, verbietet sich eigentlich, aber die alten "Big Three" müssen glänzen.

Duncan, Manu Ginobili und Tony Parker sind nach wie vor die ersten Optionen im Angriffswirbel.

Entscheidende Bedeutung erlangt aber auch die athletische Allzweckwaffe Kawhi Leonard, nicht zuletzt weil er James bremsen soll. Die Dreier-Schützen um Danny Green müssen hochprozentig treffen.

Personalsituation

Der Meister ist so fit wie in der gesamten Saison nicht. Wade konnte seine Knie schonen, Chris "Birdman" Andersen hat seine Oberschenkelprobleme im Griff, selbst Dauer-Pechvogel Greg Oden bekam zuletzt einige Minuten.

Die Texaner sorgen sich um den Knöchel der "Grande Nation". Point Guard Tony Parker wird auflaufen. Der Franzose hat mit dem Team trainiert, ist aber nicht bei 100 Prozent.

Sein australischer Backup Patty Mills hat einen Leistungssprung gemacht und ist eine gute Alternative - mehr nicht. Dafür ist Ginobili deutlich fitter als 2013.

Das sagen die Trainer

Gregg Popovich (San Antonio Spurs): "Wir sind uns bewusst, dass es eine ganz schwere Aufgabe wird. Wir sind dieser Herausforderung aber gewachsen."

Erik Spoelstra (Miami Heat): "Es wird eine ganz neue Serie, wir müssen auf alles eingestellt sein. Auf diesem Level musst du deine Chancen sofort ausnutzen, um erfolgreich zu sein."

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