James zeigt in Spiel 2 die passende Antwort auf den Spott und gleich mit den Heat aus. Duncans Rekord hilft den Spurs nicht.

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Von Denis de Haas

München/San Antonio - Nach dem Auftaktspiel der Finals war LeBron James noch die große Lachnummer. Doch der Spott hat den Superstar der Miami Heat anscheinend richtig angestachelt.

Mit einer überragenden Vorstellung führte James sein Team zu einem 98:96 (43:43)-Erfolg bei den San Antonio Spurs (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

Damit ist der Heimvorteil für die Texaner dahin. Miami nimmt somit Kurs auf den "Threepeat" ? den dritten NBA-Titel in Serie (Die Finals LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Mit 35 Punkten und zehn Rebounds legte James den Grundstein zum Auswärtserfolg. Es war die passende Antwort auf seinen persönlichen Fehlstart in die Serie.

Reaktion auf das Krampf-Desaster

Im ersten Duell mit den Spurs musste der 29-Jährige mit Krämpfen frühzeitig vom Spielfeld. Die Hitze in der Halle - verursacht durch eine defekte Klimaanlage - hatte James große Probleme bereitet.

"Was Donnerstag passiert ist, ist Vergangenheit. Ich bin froh, dass ich dabei helfen konnte, dass wir uns den Sieg sichern konnten. Ich habe einfach versucht zu attackieren", erklärte der Matchwinner nach Spiel zwei.

Bei angenehmen 21 Grad in der Halle brauchte aber auch James seine Zeit, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Er startete mit vier Fehlwürfen in die Partie. Mit einem Dunking kurz vor Ende des Anfangsviertels setzte James das erste Ausrufezeichen (902734DIASHOW: Die Bilder der Finals).

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Ansonsten lief bei den Heat wenig rund. Die Spurs lagen zu Beginn des zweiten Viertels mit elf Punkten vorne, danach verbesserten die Gäste ihre Trefferquote. Dwayne Wade sorgte für den Ausgleich zur Halbzeit.

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17 Mal wechselt die Führung

Die Partie blieb auch nach der Pause hochspannend ? 17 Mal wechselte die Führung. Bei den Spurs übernahm einmal mehr Tony Parker Verantwortung. Der Franzose kam auf 21 Punkte.

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Allerdings offenbarte Parker in der "Crunchtime" ungeahnte Schwächen von der Freiwurflinie. Im Schlussviertel verfehlte er gleich drei Mal den Korb.

Allerdings ging er auch einmal mit einem Handicap an die Linie. Mario Chalmers hatte den Spurs-Superstar übel gefoult, Parker lag lange mit Schmerzen am Boden. Das behinderte ihn sichtlich bei den beiden Würfen, die nicht in den Korb gingen.

Zudem hatte Spurs-Routinier Tim Duncan in der entscheidenden Phase kein gutes Händchen und vergab seine Chancen von der Freiwurflinie (902195DIASHOW: Die Finalisten im Head-to-Head). Immerhin gelangen dem 38-Jährigen in der Partie 18 Punkte und 15 Rebounds.

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Duncan zieht mit Johnson gleich

Damit schaffte Duncan bereits sein 157. Double-Double in einem Playoff-Spiel. In dieser Statistik zog er mit Lakers-Legende Magic Johnson gleich. Beim nächsten Double-Double hat Duncan Platz eins in dieser Rangliste für sich alleine.

Dass er zu Johnson aufgeschlossen hat, wird für den Spurs-Star allerdings nur ein schwacher Trost gewesen sein. Spätestens als Wade neun Sekunden vor dem Spielende seine Punkte 13 und 14 erzielte war die Partie für die Gastgeber gelaufen.

Der Routinier profitierte von Chris Bosh starkem Zuspiel. Der Center war pünktlich zur Schlussphase auf Touren gekommen. Bosh versenkte 77 Sekunden vor dem Ende noch einen wichtigen Dreier.

Auch Manu Ginobili war mit der Schlusssirene noch mit einem Distanzwurf erfolgreich. Doch der half den Spurs nicht mehr. Dafür hatte der Argentinier später die passende Analyse parat.

"Ich manchen Momenten haben wir vergessen, was uns hier her gebracht hat. Wir treten gegen ein großartiges Team mit großartigen Spielern an - wir müssen nahezu perfekt spielen, um zu gewinnen", sagte Ginobili, der auf 19 Punkte kam.

Spurs brauchen Auswärtserfolg

Die Spurs brauchen nun auf jeden Fall einen Auswärtserfolg, um sich nach 2007 mal wieder einen Titel zu sichern. In der Nacht zum Mittwoch (ab 3 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) haben sie die erste Chance.

Knüpft James jedoch an die Leistung von Spiel zwei an, dürfte es für San Antonio schwer werden, in Miami zu bestehen.

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