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Josh Howard zog sich im ersten Viertel einen Cut über dem linken Auge zu © getty

Die Dallas Mavericks lassen sich auch durch Fouls nicht aus dem Konzept bringen und machen die K.o.-Runden-Qualifikation gegen Utah perfekt.

Von Rainer Nachtwey

München/Dallas - Es ist geschafft: Die Dallas Mavericks haben die Playoffs erreicht.

Die Mannschaft von Trainer Rick Carlisle fuhr mit dem 130:101 über die Utah Jazz den einen fehlenden Sieg für die K.o.-Runden-Teilnahme ein. (90324Die Bilder)

Mit nun 47 Siegen bei 31 Niederlagen sind die Texaner von den Phoenix Suns (43:34) nicht mehr von Platz acht der Western Conference zu verdrängen.

Die Suns könnten zwar noch mit den Mavericks gleichziehen, der direkte Vergleich spricht dann allerdings für Dallas, das drei der vier Saisonspiele gegen die Mannschaft aus Arizona gewonnen hat.

Utah noch vor den Mavs

Durch den Erfolg weisen die Mavericks zudem die gleiche Bilanz wie die Jazz auf. Allerdings spricht der Vergleich innerhalb der Conference für die Mannschaft aus Salt Lake City (32:16) und ist in den letzen vier Spielen der Regular Season von den Mavericks (26:22) nicht mehr aufzuholen.

Deshalb müssen die Mavs in den letzten Begegnungen auf Ausrutscher der Jazz bei den San Antonio Spurs, gegen die Golden State Warriors und Los Angeles Clippers sowie bei den Los Angeles Lakers hoffen. (DATENCENTER: Spielplan der Utah Jazz)

"Wenn wir weiterhin gewinnen, werden wir noch die eine oder andere Platzierung heraufsteigen", sagte Mavericks-Coach Rick Carlisle. "Auch wenn die Playoffs jetzt geschafft sind, gibt es in den letzten Spielen weiterhin eine Herausforderung für uns."

Kratzen, beißen, spucken

Neben den Jazz sind die New Orleans Hornets ein weiterer Kontrahent um Platz sechs im Westen. Die Mannschaft aus dem "Big Easy" ist Dallas' nächste Gegner für die anstehenden zwei Partien. (DATENCENTER: Spielplan der Dallas Mavericks)

In der Nacht auf Samstag (2.30 Uhr LIVESCORES) empfangen die Mavs den letztjährigen Playoff-Gegner im American Airlines Center, anschließend treten sie am Sonntag (19 Uhr LIVESCORES) in New Orleans an. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

"Wir wissen um die Bedeutung jedes einzelnen Spiels. Wir werden mit der Einstellung hineingehen, als wäre es ein siebtes Spiel in den Playoffs", sagte Jason Terry, der 21 Punkte zum Erfolg beisteuerte.

"Wir werden kämpfen, uns reinhauen und all das tun, was nötig ist, um zu gewinnen."

Williams lobt Dallas

Dies taten die Mavericks nach Ansicht von Utahs Point Guard Deron Williams bereits gegen die Jazz. "Sie wollten den Sieg mehr als wir. Der hat ihnen mehr bedeutet als uns. Das ist enttäuschend", sagte der Olympiasieger, der mit 18 Zählern und 12 Assists Utahs bester Akteur auf dem Court war.

Neben Williams punkteten auch die vier weiteren Starter Andrei Kirilenko (17), Carlos Boozer (10), Mehmet Okur (10) und Ronnie Brewer (16) zweistellig sowie Bankspieler Paul Millsap (13), aber die Mavericks hatten in Dirk Nowitzki den besten Akteur auf dem Parkett. (STATISTIK: Der Sport1.de-Nowitzki-Watch)

Der deutsche Nationalspieler erzielte 19 seiner 31 Punkte im dritten Viertel und durfte sich die letzten zwölf Minuten auf der Bank ausruhen.

Blaues Auge für Howard

Ein blaues Auge holte sich bei den Mavericks einzig und allein Josh Howard - wobei es mehr eine Platzwunde über dem Auge und eine blutige Nase war.

Bei einem Wurfversuch traf ihn Gegenspieler Ronnie Brewer mit dem Ellbogen im Gesicht. "Es wollte gar nicht mehr aufhören zu bluten", sagte der Forward, der auf 13 Punkte kam und mit sieben Steals in einem Spiel eine Karrierebestleistung aufstellte (STATISTIK: Die Tagesbesten): "Ich musste mit einem Auge spielen, weil das andere so zugeschwollen war. Aber es hat gereicht, um ihnen den Ball abzuluchsen."

"So lange mein Augapfel nicht raus fällt oder ich halb tot bin, werde ich immer wieder auf den Court zurückkehren", sagte er mit einem Augenzwinkern, soweit das Auge dies zuließ.

Hoffen auf die Genesung

Guard Terry sieht in Howard einen wichtigen Faktor für die Playoffs.

Deshalb hofft er, dass sein Mitspieler nach seiner schweren Sprunggelenksverletzung und den langwierigen Problemen mit dem Handgelenk, wodurch er diese Saison schon 29 Spiele verpasste, in der K.o.-Runde wieder ganz der Alte ist.

"Wir müssen zusehen, dass Josh wieder ganz gesund wird. Das ist wohl das Wichtigste im Hinblick auf die Playoffs", sagte der Anwärter auf den Titel "Bester sechster Mann".

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