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Der NBA-Transfermarkt zum DURCHKLICKEN © getty

James wird seinen Heat-Vertrag nicht erfüllen und befeuert die Gerüchte am Free-Agent-Markt. Baut sich Miami ein Mega-Team?

Von Florian Pertsch

München - Wenn Stars Entscheidungen treffen, dann läuft dies eigentlich nie geräuschlos ab.

Zu groß ist die Tragweite der Entscheidung, zu viel hängt von den Launen der Helden ab.

Als LeBron James 2010 von den Cleveland Cavaliers zu den Miami Heat wechselte, glich "The Decision" einem Erdbeben in der NBA.

Vier Jahre später ist es wieder so weit: LeBron James trifft die nächste Entscheidung.

Verzicht auf sattes Gehalt

Zwei Jahre vor Ablauf seines Vertrags in Miami steigt der zweimalige NBA-Champion aus seinem Kontrakt aus und sorgt für Alarm auf dem Free-Agent-Markt (904837DIASHOW: Transfermarkt NBA).

Durch die Vertragsauflösung verzichtet James auf 20,5 Millionen Dollar Gehalt in der kommenden Saison und wählt damit den gleichen Schritt wie wenige Tage zuvor Carmelo Anthony von den New York Knicks.

Auch der Knickerbocker ist nun Unrestricted Free Agent und kann sich ab dem 1. Juli die Angebote der interessierten Klubs vorlegen lassen (SHOP: Jetzt Basketball-Artikel kaufen).

Im Fall von "King James" herrscht bei Miami aber keine allzu große Überraschung über den Schritt des Superstars.

"Wir haben erwartet, dass LeBron aus seinem Vertrag aussteigt und den Markt sondiert. Das ist keine Überraschung für uns", erklärte Miamis Präsident Pat Riley, der aber auf einen Verbleib des Superstars hofft: "Wir werden uns mit LeBron und seinen Vertretern an den Tisch setzen und über eine gemeinsame Zukunft sprechen."

Auch Bosh und Wade können aussteigen

Denn der mögliche Wechsel zu einem neuen Verein ist nur die eine Seite der Medaille.

James' Co-Stars Dwyane Wade und Chris Bosh haben ebenfalls die Option, aus ihrem Vertrag auszusteigen - dazu käme noch Udonis Haslem.

Würden alle vier Spieler ab 1. Juli Free Agents werden, dann hätte Miami 50 Millionen Dollar im Salary Cap zur Verfügung und könnte mit allen Stars neu verhandeln.

Dies würde die Gerüchte um verminderte Bezüge für "Miami Thrice" und einen zusätzlichen Superstar bestätigen. Vor Wochen wurde über Miamis Plan spekuliert, Carmelo Anthony an den South Beach zu locken.

Countdown für Akron

Sollte das Kapitel Miami für James aber beendet sein, stehen dem viermaligen MVP mehr Möglichkeiten offen, als in einem schwedischen Möbelhaus immer angepriesen werden.

Die Variante Abschied wurde zusätzlich von James' Ehefrau Savannah angeheizt, die bei Instagram den Countdown für ein Rückkehr nach Akron, Ohio einleitete.

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Frau James spielte zwar lediglich auf den verdienten Urlaub nach dem verlorenen NBA-Finale gegen die San Antonio Spurs an, doch die Cavaliers-Fans träumen trotzdem von einer Rückkehr ihres Ex-Idols - zumindest ein bisschen.

Der Schmerz über "The Decision" sitzt bei vielen Anhängern Clevelands immer noch tief, doch ein Team mit Kyrie Irving und dem Nummer eins Pick im Draft 2014 könnte die Pein doch erheblich lindern.

Natürlich stehen noch zig andere Teams Schlange, vor allem die "Big-Market"-Teams Los Angeles Lakers, Chicago Bulls oder auch die aufstrebenden Houston Rockets.

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Bei Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks dürfte James nicht ernsthaft auf dem Zettel stehen - Anthony vielleicht ganz unten und ganz kleingeschrieben.

Melos Management nennt die Mavs zumindest als einen möglichen Kandidaten, doch außer einem Gehalt ohne Einkommensteuer spricht für den Standort Texas relativ wenig.

Kommen Deng und Gortat?

Wahrscheinlicher sind für Dallas eher zwei sehr gute Spieler im Regal unter James und Anthony.

Heiß gehandelt werden Clevelands Luol Deng als Ersatz für den in die Jahre gekommenen Shawn Marion sowie Washingtons Center Marcin Gortat.

Nowitzki wird im Sommer übrigens auch Free Agent, sein Vertrag in Dallas läuft aus.

Dass der Würzburger aber noch einmal ein anderes Jersey als das der Mavericks überstreift, ist mehr als unwahrscheinlich.

Nowitzki will in Dallas bleiben, und ab dem 1. Juli dürfte die Vertragsunterschrift in Dallas nur noch eine Frage der Zeit sein.

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