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Houstons Ron Artest vor dem Spiel auf der "Zwei-Mann-Streckbank" © getty

Houston übernimmt Platz drei im NBA-Westen. Die Bulls stehen so gut wie in den Playoffs. Und Kobe Bryant sitzt Charles Barkley im Nacken.

Von Roland Schekelinski

München/Houston - Der 115:98-Sieg beim Schlusslicht Sacramento Kings kam wenig überraschend.

Die Houston Rockets haben im Kampf mit den San Antonio Spurs um den Titel in der Southwest Division in der Schlussphase der Regular Season vorgelegt.

Houston ist mit einer Bilanz von 51 Siegen bei 28 Niederlagen Spitze in der Division, in der auch die Dallas Mavericks (47:31) spielen, und bei noch vier austehenden Partien nunmehr die Nummer drei in der Western Conference hinter den Denver Nuggets (53:27), die bei Spitzenreiter Los Angeles Lakers (61:13) eine 102:116-Niederlage kassiert haben.(DATENCENTER: Spielplan der Dallas Mavericks)

Der Auftritt in Sacramento war zudem der erste für Ron Artest, nachdem er im Sommer nach Houston transferiert wurde.

Der Flügelspieler war mit 26 Punkten bester Scorer der Partie und dürfte zusammen mit seinem Coach Rick Adelman bei so manchem unter den 12.897 Zuschauern in Sacramentos Arco Arena ein wenig Wehmut ausgelöst haben.

Beifall lässt Artest kalt

Die Rockets sind auch dank Artest ein Mitfavorit im NBA-Westen. Die Kings, die Adelman 2006 gefeuert und seitdem in jedem Jahr die Playoffs verpasst hatten, sind dagegen das schlechteste Team der Liga.

"Ich denke bereits an das nächste Spiel und nicht daran, was die Leute auf der Tribüne denken", sagte Artest, der vor dem Spiel mit Beifall begrüßt wurde.

Center Yao Ming, der neun Rebounds holte und drei Assists gab, war mit 20 Punkten zweitbester Werfer der Rockets.

Auf Seiten der Kings überzeugten erneut Rookie Jason Thompson (16 Punkte, zehn Rebounods) und Spencer Hawes (22 Punkte, elf Rebounds), der seine zweite Saison in der NBA spielt.

Kobe Bryant einen Punkt hinter Sir Charles

Bei weitem nicht mehr am Anfang seiner Karriere - sondern irgendwo mittendrin - steht Kobe Bryant vor einem weiteren Meilenstein in seiner Karriere.

Beim 116:102 seiner Lakers war Bryant mit 33 Punkten Topscorer und steht nun kurz davor, in der ewigen Bestenliste einen der ganz Großen hinter sich zu lassen.

Noch zwei Punkte fehlen Bryant, um Charles Barkley, der in seiner Karriere 23.756 Punkte in der Regular Season erzielte, vom 17. Platz zu verdrängen.

Gasol überragend

Überragender Spieler bei den Lakers war jedoch Pau Gasol. Der Spanier erzielte 27 Punkte und schnappte sich 19 Rebounds. Eine Macht am Brett zumal jetzt auch noch Andrew Bynum wieder dabei ist.

Der Center gab mit 16 Punkten und sieben Rebounds in 21 Minuten sein Comeback, nachdem er Ende Januar mit einer Knieverletzung ausgefallen war.

Bulls schlagen Philadelphia

Im dritten Donnerstagsspiel dürften die Chicago Bulls ihre Playoff-Teilnahme so gut wie sicher gemacht haben.

Mit dem 113:99 über die Philadelphia 76ers haben die Bulls nun nach 79 Spielen 39 Siege auf dem Konto. Den Charlotte Bobcats, mit einer 35:43-Bilanz auf Rang neun in der Eastern Conference, hilft somit nur noch ein Wunder, um an den Detroit Pistons (Nummer acht mit 38:40) - geschweige denn an den Bulls - bei noch vier ausstehenden Begegnungen vorbeizuziehen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Beim Sieg über Philadelphia überzeugten für Chicago Shooting Guard Ben Gordon (27 Punkte, vier Dreier, sieben Rebounds, drei Assists) und Power Forward Tyrus Thomas (24 Punkte, 14 von 14 Freiwürfen).

Kampfansage von Tyrus Thomas

Kaum stehen die Bulls mit einem Bein in den am 18. April beginnenden Playoffs, richtete Chicagos Thomas nach der überzeugenden Nummer gegen Sixers eine Kampfansage an die anderen Teams.

"Im Moment sind wir das gefährlichste Team, das in die Playoffs der Eastern Conference einzieht. Ich würde zwar nicht sagen, dass uns irgendjemand unterschätzt. Aber wir werden noch einigen Leuten einen Schock verpassen."

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