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Dirk Nowitzki (r.) machte zum 22. Mal in Folge 20 Punkte oder mehr © getty

Ohne Zweifel der wichtigste Saisonssieg. Nowitzki und Howard machen gegen die Hornets die Hälfte aller Punkte. Und: Dallas ist nun Siebter im Westen.

Von Roland Schekelinski

München/Dallas - Es ist der wohl wichtigste Sieg in dieser Saison für Dirk Nowitzki und seine Dallas Mavericks.

Dallas hat die New Orleans Hornets am Freitagabend mit 100:92 geschlagen.

Damit schieben sich die Mavericks auf Platz sieben in der Western Conference vor und ziehen mit einer Bilanz von 48 Siegen bei 31 Niederlagen mit den an Nummer sechs platzierten Hornets gleich.

Nuggets statt Kobe und Co.?

Sollte es bei dieser Reihenfolge bleiben, würde Dallas Kobe Bryant und dessen Los Angeles Lakers (63:17), das beste West-Team der Regular Season, in der ersten Playoff-Runde umgehen und nach jetzigem Stand "nur" auf die Denver Nuggets treffen.

Schützenhilfe gibt es zudem von Dallas' Texas-Rivale San Antonio Spurs, das die Utah Jazz mit 105:99 bezwungen hat. Utah (47:32) ist nun Achter im Westen hinter den Mavericks.

Und es könnte ja noch besser kommen. Denn Dallas hat es in den verbleibenden drei Spielen selbst in der Hand, in einer bislang alles in allem verkorksten Saison die große Wende zu schaffen.

Die Mini-Playoffs der Mavericks

Bereits am Sonntag (19 Uhr LIVESCORES) ist bei einem Sieg in New Orleans Platz sechs drin. Danach geht es gegen die abgeschlagenen Minnesota Timberwolves, bevor zum Abschluss das Texas-Derby gegen die Houston Rockets ansteht.

Mavericks-Coach Rick Carlisle nennt es denn auch "eine Mini-Playoff-Serie". (DATENCENTER: Spielplan der Dallas Mavericks)

Nowitzki und Howard die Topscorer

Dirk Nowitzki, der zusammen mit Josh Howard die Hälfte aller Punkte gegen New Orleans erzielt hat - beide kamen auf jeweils 25 Punkte - sieht es ähnlich: "Es ist, als ob die Playoffs für uns schon begonnen haben."

Und egal, ob Dallas Siebter oder Sechster wird: Ein Duell gegen die Lakers stünde dann erst in der Final-Serie der Western Conference, dem Halbfinale der NBA, an. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Doch soweit ist es natürlich noch längst nicht.

Vor dem Re-Match in New Orleans sind jedoch die Mavericks nach diesem Sieg, bei dem Nowitzki zum 22. Mal in Folge 20 Punkte oder mehr erzielte, im psychologischen Vorteil. (STATISTIK: Der Sport1.de-Nowitzki-Watch)

Chris Paul überragend - aber unzufrieden

"Die Mavericks waren da, als es darauf ankam", sagte Hornets-Coach Byron Scott. "Ich bin noch von der alten Schule und das passt mir überhaupt nicht. Und ich hoffe, dass es meinen Jungs ebenso geht."

An Superstar Chris Paul dürfte es jedenfalls nicht gelegen haben. Der Aufbauspieler der Hornets erzielte 42 Punkte, nur einen Punkt unter seiner Karriere-Bestmarke.

Paul, der zudem neun Rebounds holte und sieben Assists gab, mochte sich über seine Leistung nicht so recht freuen: "Das ist das zweite Mal in den letzten paar Spielen, dass ich mehr als 40 Punkte gemacht habe und wir dabei verloren haben. Es geht nicht darum, was ich mache. Es geht darum, was wir machen."

Direkter Vergleich spricht gegen Dallas

Nowitzki erwartet eine Reaktion der Hornets und fordert deshalb von seiner Mannschaft: "Unsere wahren Herausforderungen liegen in den Auswärtsspielen. Darauf kommt es an, wenn man ein wirklich gutes Team sein will."

Soll am Ende der sechste Platz herausspringen, dann sind drei Siege Pflicht.

Denn die Mavericks hätten im Zweifelsfall beim direkten Vergleich mit den Utah Jazz und den New Orleans Hornets die schlechteren Karten.

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