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Golden States Anthony Randolph greift sich einen seiner acht Rebounds © getty

Alles läuft für die Mavericks. Utah muss im Kampf um Platz sieben im NBA-Westen gegen Golden State einen schweren Rückschlag hinnehmen.

Von Roland Schekelinski

München/Salt Lake City - Sieben Warriors waren genug, um den Utah Jazz fast die komplette Hoffnung auf Platz sieben im NBA-Westen zu nehmen.

Die Jazz haben ihr Heimspiel am Samstag gegen die Golden State Warriors, die nur mit einem Rumpfteam in Salt Lake City antreten konnten, mit 108:118 verloren.

In Dallas wird man diese Nachricht mit Freude vernommen haben. Denn Utah hat nur noch zwei ausstehenden Spiele in der Regular Season, aber mit einer Bilanz von 47 Siegen bei 33 Niederlagen nun zwei Pleiten mehr auf dem Konto als die Mavericks (48:31).

Das Schicksal der Jazz im Saisonsschlussspurt heißt: Los Angeles.

Rechenspiele vor den Playoffs

Utah muss seine beiden letzten Partien gegen die L.A. Clippers und bei den L.A. Lakers gewinnen, Dallas zwei von drei Partien verlieren - erst dann wären die Jazz doch noch Siebter könnten die Nummer eins der Western Conference, den großen Favoriten, die Los Angeles Lakers in der ersten Playoff-Runde umgehen. (DATENCENTER: Spielplan der Dallas Mavericks)

Die Tabellen-Arithmetik der NBA würde es möglich machen: Utah und Dallas hätten dann eine identische Sieg-Niederlagen-Bilanz, im direkten Vergleich gab es zwei Siege für Dallas und zwei für die Jazz. Da beide Klubs nicht in derselben Divison spielen, müsste dann die bessere Sieg-Niederlagen-Bilanz bei Spielen in der eigenen Conference herhalten. Und da hätten die Jazz (34:18) dann die besseren Karten gegenüber den Mavs (28:24).

Doch wenn Utah noch nicht einmal einen Heimsieg gegen dezimierte Warriors, die weit von den Playoff-Rängen entfernt sind, einfährt, dürften solche Rechenspiele am Ende wohl nicht von Nöten sein. Zumal das letzte Saisonspiel ausgerechnet bei den Lakers steigt.

Don Nelson lässt seinen Assi ran

"Das ist übel. Ich weiß einfach nicht, was mit uns los ist. Wir stolpern geradezu in die Playoffs", sagte Jazz-Aufbauspieler Deron Williams (26 Punkte, 14 Assists).

Längst befreit von aller Qualifikations-Last konnten es die Warriors mit Humor nehmen, dass sie mit nur sieben Spielern auskommen mussten.

"Das war ein schöner Sieg für unsere 'Glorreichen Sieben'", sagte Assistenz-Coach Keith Smart, der für dieses Spiel in die Rolle des Chef-Trainers schlüpfte. Don Nelson setzte sich zwar auf die Bank, überließ aber Smart den Job.

Zwei Karriere-Bestmarken bei den Warriors

C.J. Watson, der neun Assists gab und sieben Rebounds holte, führte die Warriors mit einer Karriere-Bestmarke von 38 Punkten an. Auch Flügelspieler Rob Kurz nutzte den Blackout der Jazz zu einer Karriere-Bestleistung von 21 Punkten.

Neben Williams ragte Carlos Boozer mit 25 Punkten und zwölf Rebounds bei den Jazz heraus. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Oralndo verliert in New Jersey

Auch für die Orlando Magic beginnt das Osterfest alles andere als erfreulich.

Mit der 93:103-Niederlage bei den New Jersey Nets zerplatzte auch die theoretische Hoffnung auf Platz zwei in der Eastern Conference.

Orlando (58:22) kann die Boston Celtics (60:19) bei zwei noch ausstehenden Spielen nicht mehr überholen.

Turkoglu verletzt raus

Zudem musste Hedo Turkoglu im vierten Viertel mit einem verstauchten linken Knöchel vom Feld.

Wie schwer die Verletzung des türkischen Nationalspielers tatsächlich ist, ist knapp eine Woche vor dem Playoff-Start noch unklar.

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