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Sehen sich bald wieder: Luke Walton (re.) und Andrej Kirilenko © getty

Kobe Co. sorgen mit einem Sieg gegen die Utah Jazz selbst dafür, dass ein Erstrunden-Duell mit dem Nowitzki-Team unmöglich wird.

Von Tobias Schröter

München - Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks müssen ein Erstrunden-Duell mit den Los Angeles Lakers nicht mehr fürchten.

Dafür sorgten Kobe Bryant Co. in ihrem letzten Saisonspiel gegen die Utah Jazz, das sie mit 125:112 gewannen. Ein Wiedersehen der beiden Teams in der ersten Playoff-Runde ist damit garantiert.

Durch die Niederlage stehen die Jazz nun als Achter in der Western Conference fest, Dallas streitet sich mit New Orleans um die Plätze sechs und sieben. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Einen guten Abend bei den Lakers erwischte Andrew Bynum, der mit 22 Zählern seine höchste Punktzahl seit seinem Comeback nach einer Knieverletzung einfuhr. Mit Paul Gasol (20), Kobe Bryant (16), Lamar Odom (16) und Sascha Vujacic (15) punkteten außerdem vier weitere Spieler zweistellig.

Double-Double von Williams vergebens

Da nützte Utah auch das Double-Double von Deron Williams nichts, der sich mit 25 Zählern und 13 Assists gegen die Niederlage stemmte.

Durch einen 13:2-Run im letzten Viertel setzten sich die Lakers entscheidend auf 104:85 ab, nachdem die Jazz zuvor durch einen 15:7-Lauf noch einmal heran gekommen waren.

Nicht in der Starting Five bei Utah war Power Forward Paul Milsap - und dürfte darüber wohl froh gewesen sein.

Ansonsten hätte der Kandidat für den Titel als "bester sechster Mann" mehr als die Hälfte seiner 75 Saisonspiele von Beginn an gemacht und wäre nicht mehr für diese Wertung in Frage gekommen.

Dreimal Vorgeschmack

Auch sonst war der vorletzte Tag der Regular Season eine Vorschau auf die erste Playoff-Runde.

Die Atlanta Hawks und die Miami Heat standen bereits vor dem 81:79-Sieg der Hawks als Vierter und Fünfter und somit als Gegner im Osten fest - und auch die Boston Celtics und die Philadelphia 76ers werden sich nach dem 100:98-Erfolg der Celtics wohl ziemlich bald wiedersehen.

Boston war der zweite Platz im Osten schon vorher nicht mehr zu nehmen, für die Sixers wird es nun schwer, noch von Rang sieben wegzukommen.

Atlanta Hawks- Miami Heat 81:79

Da es für beide Teams um nichts mehr ging, schonten sie ihre Besten für das erneute Duell in der ersten Playoff-Runde.

Bei Miami brauchten sich Dwayne Wade, Jermaine O'Neal und Udonis Haslem gar nicht erst umziehen. Die Hawks ließen Maurice Evans und Zaza Pachulia draußen, auch die restlichen Starter verbrachten fast den gesamten Abend auf der Bank.

So auch in der Schlussphase, als das Spiel noch längst nicht entschieden war.

Die Heat hatten in der ersten Hälfte zwar einen Zehn-Punkte-Vorsprung herausgeholt, diesen bis zum Beginn des letzten Viertels aber wieder verspielt.

Beim Stand von 78:76 für Atlanta verwandelten dann Ronald Murray - mit 17 Zählern Atlantas Bester - und Mario West ihre Freiwürfe in der letzten Minute sicher, während bei Miami nur noch Mark Blount per Buzzer Beater traf.

Philadelphia 76ers - Boston Celtics 98:100

Auch die Boston Celtics spielten ohne zwei Leistungsträger - Kevin Garnett schonte sein malträtiertes Knie, Ray Allen saß eine Sperre ab.

Doch auch die zweite Garde reichte für ein Sixers-Team, für das es eigentlich noch um etwas ging: Mit einem Sieg wären sie vorübergehend auf Rang sechs geklettert.

Grund war Paul Pierce, der die Celtics mit 31 Punkten zum Sieg führte und sein Team in der Schlussphase entscheidend in Führung brachte. Philadelphias bester Scorer Andre Iguodala (25 Zähler) hingegen vergab den entscheidenden letzten Wurf.

Die 76ers dürften sich nun fragen, wie sie Boston schlagen wollen, wenn die Celtics erst motiviert und in Bestbesetzung sind.

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