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Jason Terry erzielte im letzten Viertel 14 seiner 23 Punkte © getty

Ein starkes Schlussviertels bringt Dallas den Sieg im Derby gegen Houston. Dadurch schieben sie sich vor New Orleans auf Rang sechs.

Von Rainer Nachtwey

München/Dallas - Jason Terry streckte die Arme nach oben.

Mit der einen Hand deutete der Guard der Dallas Mavericks die Fünf, mit der anderen Hand die Null.

Das Publikum johlte.

Die Dallas Mavericks haben es wieder geschafft: Durch das 95:84 über die Houston Rockets beendete die Mannschaft um Dirk Nowitzki zum neunten Mal in Serie die reguläre Spielzeit mit mindestens 50 Siegen. (DATENCETER: Ergebnisse und Tabellen)

Hilfe vom Ex-Maverick

Und viel besser noch: Aufgrund der 98:105-Niederlage nach Verlängerung bei den San Antonio Spurs verdrängten die Mavs die New Orleans Hornets noch von Rang sechs im Endklassement der Western Conference. (STATISTIK: Der Playoffbaum)

Mit Michael Finley sorgte ausgerechnet Ex-Mavericks Michael Finley in der Schlusssekunde per Dreier für den 90:90-Ausgleich und für das Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Team in der ersten Playoffrunde.

"Grausiges" zweites Viertel

Dabei sah es lange nicht danach aus, dass die Mavs noch an den Hornets vorbeiziehen. Nach gutem Beginn (26:19) und erschreckendem zweiten Viertel (16:31) lagen sie nach vier gespielten Minuten des dritten Abschnitts mit 14 Punkten (60:46) im Rückstand.

"Wir haben im zweiten Viertel grausig gespielt", analysierte Dallas' Coach Rick Carlisle.

Houstons Center Yao Ming stellte die Mavs in der Verteidigung immer wieder vor große Probleme, erzielte in den ersten 28 Minuten 24 Punkte. (STATISTIK: Die Tagesbesten)

Abhaken und weiter

"Wir mussten das zweite Viertel vergessen. Ich habe meinen Spielern gesagt, dass mit der zweiten Hälfte ein neues Spiel beginnt", führte Carlisle aus. "Josh Howard hat uns dann in der Offensive einen Schub gegeben und dann lief es."

Angeführt von Howard, der im dritten Viertel 13 seiner 15 Punkte erzielte, starteten die Gastgeber eine Aufholjagd und reduzierten den Rückstand bis zum Start des letzten Abschnitts auf fünf Zähler.

Terry und Nowitzki drehen auf

In den letzten zwölf Minuten war es dann Nowitzki und Terry vorbehalten, dem Spiel die endgültige Wende zu geben.

Terry erzielte in den letzten zwölf Minuten 14 Punkte, so viele wie die gesamte Rockets-Mannschaft, und Nowitzki steuerte acht seiner 30 Zähler und fünf Rebounds sowie zwei Assists bei. (STATISTIK: Der Sport1.de-Nowitzki-Watch)

"Nowitzki und Terry haben einen Gang hoch geschalten und die Rockets auseinandergenommen", lobte der ehemalige Spieler das Mavericks-Duo.

Zudem glänzte Jason Kidd, der im Schlussabschnitt zwei Dreier versenkte und dem mit elf Punkten, 12 Assists und zehn Rebounds ein Triple-Double gelang.

Bass nimmt Ming aus dem Spiel

Nowitzki schob den Erfolg nicht auf die offensive Ausbeute, sondern die Steigerung in der Abwehrarbeit.

"Wir haben in der zweiten Hälfte viel besser verteidigt und es geschafft, Yao aus dem Spiel zu nehmen", sagte der Würzburger.

Dafür verantwortlich war insbesondere Brandon Bass. Carlisle setzte den Power Forward auf den 25 Zentimeter größeren Gegenspieler an und Bass machte seine Sache richtig gut.

Dem chinesischen 2,29-Meter-Riesen gelang im letzten Viertel nichts mehr. Lediglich zwei Würfe nahm Ming, verfehlte beide und leistete sich zudem vier Fouls.

Mit viel Herz und Selbstvertrauen in die Playoffs

"Er hat mit viel Herz verteidigt und stark mit Armen und Beinen gearbeitet. Dazu kam, dass die gesamte Mannschaft sich füreinander eingesetzt hat. Dadurch haben wir Quantensprung genommen", sagte Carlisle.

Bass brachte es kurz und knapp auf einen Nenner: "Wenn du gegen einen Kerl spielst, der so groß ist, musst du mit körperlich dagegenhalten."

Auf die Leistung in der zweiten Halbzeit wollen die Mavericks in den Playoffs nun aufbauen. "Wir waren die gesamte Saison schon recht selbstbewusst", sagte Nowitzki, "jetzt wollen wir das zusätzlich gewonnene Selbstvertrauen in die Playoffs mitnehmen."

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