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Michael Finley wechselte 2005 von den Dallas Mavericks zu den San Antonio Spurs © getty

San Antonio entreißt den Rockets durch einen Sieg in der Verlängerung den Divisionstitel. Und es kommt noch schlimmer für Houston.

Von Rainer Nachtwey

München/San Antonio - Vor dem letzten Spielen der NBA in der Nacht auf Donnerstag sah die Situation noch folgendermaßen aus:

Denver belegte vor Houston, Portland und San Antonio Rang zwei, New Orleans folgte hinter dem Quartett auf dem sechsten Platz vor Dallas.

Doch der letzte Tag der Regular Season hat das Tableau der Western Conference noch einmal wild durcheinander geschüttelt. (DATENCETER: Ergebnisse und Tabellen)

Finley lässt Spurs hoffen

Zuerst setzten sich die Mavericks im texanischen Derby gegen die Rockets durch (Mavericks: "Quantensprung" auf Platz sechs) , anschließend konnten sie in der Umkleide die 98:105-Niederlage der Hornets nach Verlängerung bei den Spurs verfolgen.

Dies bescherte den Mavs den Sprung auf Rang sechs.

Ausgerechnet Ex-Mavericks Michael Finley warf die Hornets aus allen Träumen. Der Shootign Guard traf mit Ablauf der Spielzeit einen Dreier zum 90:90-Ausgleich und erhielt seinen Spurs die Chance auf den Divisionssieg.

Der "alte Timmy" schlägt wieder zu

Den sicherten sich die Texaner dann durch einen 15:8-Schlusspurt in der fünfminütigen Overtime. Tim Duncan und Tony Parker drehten groß auf und holten den sechsten Titel in der Southwest in den letzten neun Jahren und somit Rang drei im Westen.

"Heute haben wir den alten Timmy wieder gesehen", lobte seinen zuletzt von Knieproblemen geplagten Mitspieler Duncan. "Er hat das Spiel wie früher kontrolliert."

Für Duncan rückte hingegen der Divisionstitel in den Fokus. "Das ist großartig. Dadurch haben wir uns den Heimvorteil erspielt. Ein wunderschöner Abschluss der Regular Season", sagte der dreimalige MVP. (STATISTIK: Die Tagesbesten)

Point-Guard-Duell: Paul trifft auf Billups

Bei den Hornets saß die Enttäuschung dagegen tief.

"Wir haben 47 Minuten und ungefähr 40 Sekunden sehr gut gespielt. Dann hat uns wieder so ein Last-Second-Wurf alles vermasselt", sagte Point Guard Chris Paul.

Für die Hornets geht es nun gegen die Denver Nuggets, die nach der Niederlage der Rockets bereits vor ihrem Spiel gegen die Portland Trail Blazers als Zweiter der Western Conference feststanden.

Kaum Konzentration auf das Spiel

Dementsprechend verlief dann auch die Partie in Oregon.

Nur im ersten Viertel hielten die Nuggets noch mit den Trail Blazers mit, für die es noch um den Heimvorteil in der ersten Playoffrunde ging. Anschließend entwickelte sich die Partie zu einem Trainingsspielchen für Portland.

"Das war ein verrücktes Spiel für uns", sagte Trainer George Karl. "Meine Spieler haben viel zu viel über andere Dinge nachgedacht, als sich auf das Spiel zu konzentrieren."

Karl schont seine Spieler

Dennoch waren die Gäste aus Denver glücklich und zufrieden.

"Unser Saisonziel war Heimvorteil in der ersten Runde zu haben. Jetzt haben wir es uns sogar für die zweite Runde gesichert. Das ist großartig", freute sich Chauncey Billups.

Der Point Guard war mit 33 Minuten der einzige Nuggets-Starter, der über 30 Minuten auf dem Court stand.

Houston ist für Roy ein Spaß

Groß war auch der Jubel der Trail Blazers: Die Truppe um Top-Scorer Brandon Roy fing noch die Houston Rockets auf Rang vier ab und trifft in der Best-of-Seven-Serie der ersten Playoffrunde auf jene Rockets.

"Das ist eine große Herausforderung für unsere junge Mannschaft. Aber ich denke, wir werden jede Mange Spaß dabei haben", freute sich Roy auf die am Samstag (ab 19.30 Uhr LIVESCORES) mit der Partie Boston Celtics gegen Chicago Bulls startende Meisterschaftsrunde.

Die Übersicht der Western Conference

(1) Los Angeles Lakers - (8) Utah Jazz(2) Denver Nuggets - (7) New Orleans Hornets(3) San Antonio Spurs - (6) Dallas Mavericks(4) Portland Trail Blazers - (5) Houston Rockets

Bulls verlieren Platz sechs an 76ers

Im Osten tauschten die Philadelphia 76ers und Chicago Bulls am letzten Spieltag noch die Plätze.

Durch den 111:110-Sieg nach Verlängerung in Cleveland verdarb Philly den Cavaliers nicht nur die Einstellung des NBA-Heimrekords (40:1) der Boston Celtics von 1985/1986, sondern fing auch noch die Bulls auf Platz sechs ab.

Chicago unterlag im heimischen United Center den Toronto Raptors 98:109 und bekommen es in der ersten Runde nun mit Meister Boston zu tun.

Philadelphia trifft auf Southeast-Champion Orlando Magic.

Die Übersicht der Eastern Conference

(1) Cleveland Cavaliers - (8) Detroit Pistons(2) Boston Celtics - (7) Chicago Bulls(3) Orlando Magic - (6) Philadelphia 76ers(4) Atlanta Hawks - (5) Miami Heat

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