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Kevin Garnett wechselte im Sommer 2007 von den Minnesota Timberwolves nach Boston © getty

Kevin Garnett steht Meister Boston in der ersten Runde gegen Chicago nicht zur Verfügung. Teil I der Sport1.de-Playoff-Vorschau.

Von Julian Ignatowitsch

München - Die "Big Three" Kevin Garnett, Ray Allen und Paul Pierce waren letztes Jahr der Garant für den Titelgewinn der Boston Celtics.

Allen voran "KG", der nicht nur in Abwehr und Angriff glänzte, sondern auch mithalf, gemeinsam mit Coach Doc Rivers die vielen Einzelspieler zu einer Mannschaft zu formen.

In der ersten Playoffrunde gegen die Chicago Bulls wird Rivers auf Garnett verzichten müssen. Der Power Forward fällt aufgrund einer Knieverletzung aus (Celtics ohne KG gegen die Bulls).

Für den Titelverteidiger ein herber Rückschlag, zumal seine Rückkehr für spätere Runden fraglich ist. Wer soll nun LeBron James und die Cleveland Cavaliers auf dem Weg in die NBA-Finals stoppen?

Sport1.de stellt die Paarungen der ersten Playoff-Runde vor. Teil I beschäftigt sich mit der Eastern Conference.

(1) Cleveland Cavaliers (66:16) - (8) Detroit Pistons (39:43)

Für Cleveland und Detroit lief die reguläre Saison in völlig verschiedene Richtungen: Während die Cavs eine unglaubliche Erfolgsserie hinlegten, nur zwei Heimspiele verloren und als bestes Team der Liga mit Heimvorteil in die Playoffs starten, ging bei den Pistons einiges daneben.

Problemfall Allen Iverson, der in Detroit bisher überhaupt nicht zurechtkommt, beendete die Saison vorzeitig (Iverson verlässt Detroit). Auch Leistungsträger wie Rasheed Wallace und Richard Hamilton hinken ihrer Normalform hinterher.

Beinahe hätten die Pistons die Playoffs im ersten Jahr nach Flip Saunders ganz verpasst. Das riecht nach leichter Beute für "King" LeBron James und seine Ritter.

Sport1.de-Tipp: Cleveland kommt ganz klar weiter. Die Frage ist, ob die Pistons überhaupt ein Spiel gewinnen. Eher nicht.

(2) Boston Celtics (62:20) - (7) Chicago Bulls (41:41)

Eigentlich könnte in Boston alles so schön sein - wäre da nicht die Verletzung von Kevin Garnett. Sein Ausfall trübt die Stimmung in Bezug auf die Mission Titelverteidigung doch gehörig. Ein Garnett fehlt eben auch beim amtierenden Meister. Top-Favorit auf den Titel sind die Celtics spätestens seitdem nicht mehr.

Dennoch wäre alles andere als ein Weiterkommen gegen die Bulls eine herbe Enttäuschung. Von den Goldenen 90ern ist Chicago meilenweit entfernt. Der Neuaufbau in der "Windy City" ist in vollem Gange. Mit Nummer-1-Draft Derrick Rose scheint man zumindest auf dem richtigen Weg.

Sport1.de-Tipp: Der Titelverteidiger muss kämpfen, erreicht aber nach sechs Spielen die nächste Runde.

(3) Orlando Magic (59:23) - (6) Philadelphia 76ers (41:41)

Ein wenig brachten sich die Orlando Magic in den letzten Wochen um die Früchte einer starken Saison. Vier Niederlagen in den vergangenen sechs Spielen kosteten Rang zwei im Osten und Selbstbewusstsein für die Playoffs. Dennoch sollte sich die Truppe um "Superman" Dwight Howard rechtzeitig wieder fangen. Zu überzeugend waren die Auftritte davor.

Zumal mit den Philadelphia 76ers ein Gegner kommt, der selbst mehr schlecht als recht durch die Saison geschlingert ist. Als Kandidat für die Conference Finals gestartet, fanden sich die 76ers ganz schnell im NBA-Alltag wieder und haben - a propos Selbstbewusstsein - nur eins der vergangenen sieben Spiele gewonnen. Dies allerdings bei den Cleveland Cavaliers.

Sport1.de-Tipp: Auch ohne Magie sollte Orlando in fünf Spielen sicher weiterkommen.

(4) Atlanta Hawks (47:35) - (5) Miami Heat (43:39)

Gut zehn Jahre ist es her, als die Hawks das letzte Mal in der zweiten Runde der Playoffs standen. Im letzten Jahr bot man dem späteren Meister immerhin einen harten Fight über die volle Distanz. Umso besser stehen die Chancen, dass es in diesem Jahr mal wieder klappt.

Atlanta ist heimstark, hat eine gute Mischung aus erfahrenen Routiniers (Mike Bibby, Joe Johnson) und talentierten Youngstern (Josh Smith, Al Horford) und sogar Erfolg beim Verteidigen von Dwyane Wade. In den drei Saisonspielen gegen Atlanta erzielte "Flash" im Schnitt nur 25,7 Punkte - 4,5 Zähler unter seinem Saisondurchscnitt.

Wade ist für die Hawks die große Gefahr - und Hoffnung der Heat. Der Finals-MVP von 2006 ist alles zusammen: Topscorer der Liga (30,2 Punkte pro Spiel), Go-to-Guy, Spielmacher (7,5 Assists) und Defensiv-Ass (5,0 Rebounds, 1,3 Blocks). Mit etwas Unterstützung seiner Teamkollegen vielleicht auch bald eine Runde weiter.

Sport1.de-Tipp: Wade holt die "Habichte" vom Himmel - spätestens im siebten Spiel. Hier gehts zur Sport1.de-Vorschau auf die Western Conference >>

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