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Chicagos Derrick Rose (l.) war mit 36 Punkten überragender Mann auf dem Parkett © getty

Die Boston Celtics kassieren zum Playoff-Auftakt gegen die Chicago Bulls eine Niederlage. Cleveland erwischt ein Start nach Maß.

Von Nikolai Kube

München - Die Chicago Bulls haben zum Playoff-Auftakt für den ersten Paukenschlag gesorgt.

In einer spannenden Partie setzte sich das Team von Trainer Vinny Del Negro mit 105:103 nach Verlängerung beim amtierenden Meister Boston Celtics durch.

Überragender Mann der Bulls war Derrick Rose, der im ersten Playoff-Spiel seiner Karriere ein Double-Double schaffte:

Er steuerte 36 Punkte und elf Assists zum Sieg bei.

Thomas sorgt für die Entscheidung

Den entscheidenden Wurf versenkte allerdings ein anderer. Tyrus Thomas stieg 51 Sekunden vor Ende der Verlängerung hoch und erzielte die Punkte zum 105:103.

Damit war der historische Sieg perfekt: Nicht einmal unter Michael Jordan konnten die Bulls in der Post-Season jemals bei den Celtics gewinnen.

Pierce vergibt die Chance zum Sieg

Zuvor war das Spiel des Vorrunden-Zweiten der Eastern Conforence (Boston) gegen den Siebten (Chicago) an Spannung nicht zu überbieten. Joakim Noah foulte Paul Pierce 2,6 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit beim Stand von 96:97 aus Sicht der Celtics.

Der Kapitän des Meisters glich mit dem ersten Freiwurf aus, vergab aber den zweiten, was die Verlängerung zur Folge hatte.

Allen enttäuscht

Bei Boston, dass ohne den verletzten Kevin Garnett antreten musste (Mission Titelverteidigung in Gefahr), konnte kaum ein Akteur überzeugen. Ray Allen erwischte einen rabenschwarzen Abend und traf nur einen seiner zwölf Würfe.

Für Pierce standen am Ende immerhin 23 Punkte zu Buche. Doch auch seine Trefferquote ließ zu wünschen übrig. Nur acht von 21 Würfen aus dem Feld landeten auch im Korb.

Bester Spieler beim Meister war Rajan Rondo mit 29 Punkten, neun Rebounds und sieben Assists.

Cleveland legt vor

Ein Start nach Maß in die Playoffs erwischten die Cleveland Cavaliers. Von einem überragenden LeBron James angeführt zeigen die Cavs eine eindrucksvolle Darbietung und bezwangen die Detroit Pistons mit 102:84.

James erzielte 38 Punkte und avancierte zum Topscorer. Pistons-Forward Antonio McDyess brachte es auf den Punkt: "Es ist hart, wenn er so drauf ist." "Wir müssen einen Weg finden, ihn zu stoppen", so Richard Hamilton. Beiden Pistons knackte nur Stuckey die 20-Punkte-Marke.

Rockets überflügeln Portland

Yao Ming war der Mann in der Partie der Houston Rockets bei den Portland Trail Blazers. Der Center ebnete den Sieg Houstons schon im ersten Viertel. Houston führte 34:23 und neun der ersten elf Punkte steuerte Ming bei. Am Ende hieß es 108:81 für die Rockets.

"Die ersten Minuten können entscheidend sein für das Spiel und das erste Spiel kann entscheidend sein für die ganze Serie", erklärte er seine Erfolgsstrategie. Sie wirkte, denn die Trail Blazers kamen nie ins Spiel und wirkten überfordert. Einzig im letzten Viertel konnten sie mit den Rockets mithalten. Da war allerdings die Begegnung bereits entschieden. "Wir müssen uns für das nächste Spiel etwas überlegen", brachte es Joel Przybilla auf den Punkt.

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