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Dirk Nowitzki beim Korbleger gegen San Antonios Tim Duncan (r.) © getty

Dallas gewinnt nach einem 13-Punkte-Rückstand in San Antonio - und klaut gleich in Spiel 1 den Heimvorteil in der Playoff-Serie.

Von Roland Schekelinski

München/San Antonio - Die Dallas Mavericks reiten auch zu Beginn der NBA-Playoffs weiter auf einer Welle des Erfolgs.

Mit Schwung aus dem starken Saison-Finish gekommen, haben die Mavericks bereits in Spiel 1 (94762Bilder) im Viertelfinale der Western Conference gegen die an drei gesetzten San Antonio Spurs ein großes Ausrufezeichen gesetzt.

Dallas hat am Samstagabend in San Antonio mit 105:97 gewonnen und den Spurs gleich im ersten Aufeinandertreffen den Heimvorteil in der Best-of-Seven-Serie abgenommen.

"Wenn wir weiter so konzentriert auftreten, werden wir schwer zu schlagen sein", sagte Dirk Nowitzki (19 Punkte), der hinter Josh Howard (25 Punkte) zweitbester Werfer für Dallas war.

Eine Kampfansage an die Konkurrenz und wohl auch an die Kritiker, die den Mavericks in den Playoffs nicht viel zugetraut haben.

Topscorer der Partie war San Antonios Tim Duncan mit 27 Punkten, Spurs-Aufbauspieler Tony Parker kam auf 24 Punkte und acht Assists.

Der Sieg vor 18.797 Zuschauern im AT Center von San Antonio war der erste Auswärts-Erfolg in den Playoffs für die Mavericks nach neun Niederlagen in Folge. (NBA-Playoffs 2009: Alle Paarungen auf einen Blick)

Mavericks drehen 13-Punkte-Rückstand

Und den mussten sich die Mavs, mit einer Saisonbilanz von 18:23 das zweitschlechteste Auswärtsteam aller Playoff-Teilnehmer im NBA-Westen, hart erarbeiten.

Mitte des zweiten Viertels erzielte San Antonios Neuzugang Drew Gooden (acht Punkte, vier Rebounds) mit einem Korbleger zum 39:26 den höchsten Vorsprung des Spiels.

Doch Dallas schaffte noch vor der Halbzeit die Wende und verkürzte auf 45:49, bevor Nowitzki nach zwei Minuten im dritten Viertel mit einem Sprungwurf zum 51:49 zum zweiten Mal, nach seinem Jumper zum 2:0 in der Anfangssphase, die Mavericks in Führung brachte.

Die Partie blieb eng und San Antonio sollte nur noch zwei Mal in Führung gehen: mit 52:51 in der 27. Spielminute und mit 77:74 nach einem Drei-Punkte-Wurf von Roger Mason (13 Punkte) nach 18 Sekunden im vierten Viertel.

Dallas' Bank spielentscheidend

Danach übernahmen die Mavericks das Kommando. Und das lag vor allem auch an den Bankspielern. Dallas' Ersatzspieler kamen zusammen auf 39 Punkte, die Auswechselspieler der Spurs erzielten lediglich 14 Punkte.

"Wir sind als echte Mannschaft aufgetreten, besonders die Bankspieler haben einen guten Job gemacht", so Nowitzki.

"Jetzt ist das Momentum auf unserer Seite", sagte Brandon Bass, mit 14 Punkten Dallas' Bester von der Bank. "Die Ersatzleute müssen reinkommen und etwas bewirken. Deshalb haben wir gewonnen." (Statistik: Der Sport1.de-Nowitzki-Watch)

In der Schlussphase waren es der oft gescholtene Center Erick Dampier (zehn Punkte, elf Rebounds), der Tim Duncan das Leben schwer machte, und Point Guard Jose Juan Barea (13 Punkte, drei Assists), die dafür sorgten, dass Dallas knapp fünf Minuten vor Schluss nach einem 13:3-Lauf mit 95:83 die höchste Führung herausspielte.

"Wir haben den Sieg nicht geklaut"

"Duncan hat großartig gespielt. Aber wir haben ihm ein paar Knüppel zwischen die Beine geworfen. Damp hat seinen Körper eingesetzt und dagegen gehalten", sagte Mavericks-Coach Rick Carlisle.

Den Heimvorteil sind die Spurs jedenfalls los, den haben sich die Mavericks "geklaut". Am Montag steigt Spiel 2 in San Antonio (Di., 3.30 Uhr in den LIVESCORES). Ein Sieg ist da für die Spurs Pflicht, denn danach geht die Serie für zwei Spiele nach Dallas.

"Es ist gut, dass wir hier gewonnen haben", so Josh Howard. "Aber ich würde nicht sagen, dass wir ihn geklaut haben."

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