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Tony Parker überbot seine Punkteausbeute vom ersten Spiel um 14 Zähler © getty

Der Aufbauspieler der San Antonio Spurs erledigt Dallas fast im Alleingang. Bei den Gästen enttäuschen hingegen die Stars.

Von Rainer Nachtwey

München - Der Auftakt in die Best-of-Seven-Serie gegen die San Antonio Spurs hätte für die Dallas Mavericks nicht besser sein können (Dallas schockt die Spurs).

Umso erschreckender war das zweite Aufeinandertreffen: Mit 84:105 kassierte die Truppe um Dirk Nowitzki nicht nur eine Niederlage, es kam einer richtigen Abreibung gleich.

Bereits zu Beginn des letzten Viertels führten die Gastgeber uneinholbar mit 22 Punkten.

Ein verkorkster erster und dritter Durchgang, die mit jeweils mit elf Punkten Unterschied verloren gingen, führten zur höchsten Playoff-Niederlage der Mavs gegen den texanischen Konkurrenten.

Mavericks-Stars enttäuschen

Denn bei Dallas lief nichts zusammen, vor allem die Stars enttäuschen. Nowitzki traf nur 3 seiner 14 Würfe aus dem Feld und kam insgesamt auf 14 Punkte. (Statistik: Der Sport1.de-Nowitzki-Watch)

Howards Ausbeute mit sieben Zählern war noch geringer. Der Small Forward, der in Spiel eins noch als Topscorer der Mavericks geglänzt hatte, nahm nur acht Würfe, von denen lediglich drei das Ziel fanden.

Für Terry standen bei Spielende 16 Punkte zu Buche - bei einer Quote von 6 aus 15. Dennoch war der Guard damit bester Korbjäger der Mavericks.

Parker spielt groß auf

Während die Mavericks nach dem Höhenflug im ersten Playoffspiel wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurden, fand San Antonios Aufbauspieler Tony Parker zu altbekannter Form zurück (94762Bilder).

Der Franzose war mit 38 Punkten und acht Assists der überragende Mann im AT und brachte seine Mannschaft bereits im ersten Hälfte mit 27 Zählern auf die Siegesstraße.

"Wenn ich attackiere und den Weg zum Korb suche, ist das gut für mein Team. Dann muss ich nicht immer punkten. Wichtig ist nur, dass ich in jedem Spiel so aggressiv zu Werk gehe wie heute", sagte der Franzose.

Parker greift auf sein Repertoire zurück

Parker war von den Mavs einfach nicht in den Griff zubekommen. Vier verschiedene Spieler versuchten sich an der Verteidigung gegen ihn. Terry, Jason Kidd, J.J. Barea und Antoine Wright mussten aber alle einsehen, dass der Wirbelwind an diesem Tag nicht einzufangen war.

"Ich habe versucht, die Möglichkeiten zu nutzen, die sie mir anbieten. In der ersten Hälfte war dies mein Wurf von Außen, in der zweiten konnte ich zum Korb ziehen", verriet Parker sein Erfolgsrezept.

"Wir haben die Herausforderung nicht angenommen", sagte Terry, "wenn man gewinnen will, muss man dagegen halten. Vier oder fünf Spieler haben gegen ihn gespielt, aber es kam nichts dabei heraus."

Nach dem 1:0 nie mehr in Führung

Dies war auch das Ergebnis im ersten Viertel. Zwar ging Dallas nach einem verwandelten Freiwurf mit 1:0 in Führung, es sollte aber die einzige der Partie bleiben.

San Antonio zog innerhalb von dreieinhalb Minuten auf 8:1 davon und baute den Vorsprung auf 24:13 bis 2:50 Minuten vor Ende des ersten Durchgangs aus.

Nach ausgeglichenen zweiten zwölf Minuten nutzten die Spurs kurz nach der Pause einen 13:0-Lauf um auf 74:52 davonzuziehen.

Diesen Vorsprung gaben sie nicht mehr aus der Hand, auch weil San Antonio die Bretter beherrschte und Dallas mit 44:28 Rebounds in den Schatten stellte.

"1:1 ist kein schlechtes Ergebnis"

Trotz der Klatsche verlassen die Mavericks San Antonio mit einem positiven Gefühl.

"Wenn du das erste Spiel gewinnst, willst du natürlich auch das zweite mitnehmen", meinte Nowitzki. "Aber ein 1:1 von hier mitzunehmen, ist kein schlechtes Ergebnis." (NBA-Playoffs 2009: Alle Paarungen auf einen Blick)

Immerhin haben sie in der Nacht auf Freitag (2.30 Uhr in den LIVESCORES) die Möglichkeit zur Wiedergutmachung.

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