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Die Orlando Magic drafteten Courtney Lee letztes Jahr an 22. Stelle © getty

Orlando und Miami gewinnen das zweite Spiel ihrer Best-of-Seven-Serien und gleichen aus. Bei den Magic zaubert ein Rookie.

Von Rainer Nachtwey

München/Orlando - Fast wäre es den Orlando Magic erneut passiert: Wie schon in Spiel zwei führte die Mannschaft um "Defensive Player of the Year" Dwight Howard (96099DIASHOW: Die Bilder der Award-Sieger) mit 18 Punkten, doch diesmal gab sie den Vorsprung nicht aus der Hand.

Mit 96:87 setzten sich die Magic im zweiten Spiel der Best-of-Seven-Serie gegen die Philadelphia 76ers durch und glichen in der Serie auf 1:1 aus. (NBA-Playoffs 2009: Alle Paarungen auf einen Blick)

"Ich habe nur gehofft, dass sie nicht wieder so zurückkommen wie in Spiel eins", sagte Howard, der die letzten 3:11 Minuten wegen seines sechsten Fouls von der Bank aus verfolgen musste (Herbe Rückschläge für Florida).

Sixers treffen nicht den richtigen Wurf

Zu dem Zeitpunkt führte Orlando mit 84:76, hatte aber bereits zehn Punkte seiner Führung eingebüßt. Andre Miller verkürzte mit einem Dreier auf 79:84, näher als auf jene fünf Punkte kamen die Sixers aber nicht mehr heran.

"Vor drei Tagen haben wir bei unserer Aufholjagd zur richtigen Zeit den richtigen Wurf getroffen", analysierte Philadelphias Trainer Tony Di Leo. "Heute war dem leider nicht so, obwohl wir die Möglichkeiten hatten."

Ein Rookie als Vorbild

Zudem trafen die Magic ihre Würfe als es darauf ankam - allen voran Courtney Lee. Der Rookie stellte mit 24 Punkten eine Karrierebestmarke auf und war damit der beste Scorer der Magic. (Statistik: Die Tagesbesten)

"Die Sixers haben mich zum Werfen geradezu eingeladen. Sie wollten, dass ich meine Sprungwürfe nehme. Wenn sie Dwight doppeln, dann liegt es an mir, die Würfe von außen zu nehmen und zu punkten", erklärte der Shooting Guard der Magic nüchtern.

Großes Lob erhielt der Liganeuling von seinem Trainer. "Er spielt frei und locker auf, das schaffen einige von uns nicht", meinte Stan Van Gundy. "Bei einigen meiner Jungs habe ich das Gefühl, dass sie das ganze Gewicht der Welt auf ihren Schultern mit sich herumtragen. Hoffentlich können sie sich an Courtney ein Beispiel nehmen."

Sixers nützen ihre Chancen nicht

Die Möglichkeit bietet sich Lees Teamkollegen in der Nacht auf Samstag (ab 2 Uhr LIVESCORES), wenn Orlando zum ersten Auswärtsspiel in Philadelphia gastiert.

Die Sixers hatten in Miller (30 Punkte) und Andre Iguodala (21) ihre besten Werfer.

"Wir haben unsere Chancen nicht genützt", zeigte sich Iguodala, der 20 seiner 21 Zähler in der zweiten Hälfte erzielte, enttäuscht. "Sie waren in den entscheidenden Phasen hellwach. Sie haben diesmal den Sack zugemacht."

Atlanta Hawks - Miami Heat 108:93

Für ein weiteres Erfolgserlebnis für den Bundesstaat Florida sorgten die Miami Heat. Der Meister von 2006 glich in seiner Serie mit den Atlanta Hawks durch einen 108:93-Auswärtssieg in Atlanta zum 1:1 aus.

Die Mannschaft von Trainer Erik Spoelstra zeigte sich von dem 64:90-Auftaktdebakel gut erholt - allen voran MVP-Kandidat Dwyane Wade.

Wade nimmt Hawks auseinander

Der Shooting Guard erzielte in den letzten Minuten der ersten Hälfte alle 13 Miami-Punkte und baute den Vorsprung von sechs auf 13 Zähler aus.

Bereits in der ersten Hälfte übertraf er seine Punkteausbeute von der kompletten ersten Partie und traf sechs seiner zehn Drei-Punkte-Würfe, 11 von 20 aus dem Feld und kam am Ende auf 33 Punkte, fünf Rebounds, sieben Assists, zwei Blocks sowie ein Steal.

"Er hat den Ton angegeben. Er war überragend", lobte Spoelstra seinen Starspieler.

"Außergewöhnlicher" Dreier zur Entscheidung

Miami baute die 13-Punkte-Halbzeitführung bis auf 18 Zähler aus, dennoch kam Atlanta wieder zurück und auf fünf Punkte heran.

Doch die Aufholjagd der Gastgeber blieb unbelohnt. Denn es stand den Hawks wieder D-Wade im Wege. Der Finals-MVP traf bei ablaufender 24-Sekunden-Uhr einen Fadeaway-Dreier, der vom Glas in den Korb sprang, die 101:91-Führung der Haet und damit die Vorentscheidung bedeutete.

"In den Playoffs passiert so einiges Außergewöhnliches", meinte Wade zu seinem kuriosen Wurf und hatte anschließend eine Erklärung für seine hervorragende Wurfquote parat: "Ich habe mich nur auf den Korb konzentriert und der wurde von mal zu mal größer."

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