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Chauncey Billups wechselte zu Saisonbeginn für Allen Iverson aus Detroit nach Denver © getty

Chauncey Billups spielt bei den Nuggets groß auf und lässt den jüngeren Chris Paul im Duell der Point Guards ganz alt aussehen.

Von Rainer Nachtwey

München - Dass die Denver Nuggets im Playoff-Duell mit den New Orleans Hornets zu favorisieren sind, war vor dem Erstrunden-Duell nichts Außergewöhnliches.

Dass sie die ersten beiden Spiele der Best-of-Seven-Serie aber dermaßen dominieren würden, kommt dann doch einer Überraschung gleich.

Mit 108:93 setzte sich die Mannschaft von Trainer George Karl in der "Mile High City" durch und fährt nun mit einer 2:0-Führung im Rücken in das teilweise unter dem Meeresspiegel gelegene New Orleans (NBA-Playoffs 2009: Alle Paarungen auf einen Blick).

Nuggets lassen sich nicht zwingen

"Sie werden sehr verärgert über die beiden Niederlagen sein und körperlich betont spielen", blickte Karl auf die Begegnungen im "Big Easy" (So., ab 19 Uhr LIVESCORES) voraus. "Das war schon im Vergleich zum letzten Spiel zu sehen. Sie wollten uns zu Fehlern zwingen. Und das wird auswärts nicht anders sein."

Zwar versuchten es die Hornets, aber die Nuggets ließen sich nicht zu Fehlern zwingen. Lediglich sechs Ballverluste, aus denen der Gegner lediglich einen Punkt Kapital schlug, leistete sich die Truppe um Olympiasieger Carmelo Anthony.

Billups erneut überragend

Überragender Akteur auf dem Feld war wie in Spiel eins Chauncey Billups. Der in Denver geborene Aufbauspieler erzielte 31 Punkte, gab vier Assists und schnappte sich vier Rebounds.

"Er spielt mit unglaublich viel Hirn, sehr clever. Er setzt seine Fähigkeiten im Spiel oft nicht ein, weil er nur an das Team denkt und es führt", lobte Nuggets-Trainer Karl seinen Spielmacher. "Aber er weiß auch, wann er seine Fähigkeiten einsetzen muss."

Fast perfekt von der Dreierlinie

In den beiden Spielen zusammen kommt "Mr. Big Shot" nun auf phänomenale 67 Punkte und vor allem seine Dreierquote ist mit 12 von 15 nahezu perfekt. Das direkte Duell mit New Orleans Star-Point-Guard Chris Paul geht derzeit ganz klar an Billups.

In Spiel zwei blieb Paul mit 14 Punkten weit unter seinen Möglichkeiten, einzig seine 13 Assists zeigten, zu was der Aufbauspieler in der Lage ist. (Statistik: Die Tagesbesten)

"Er spielt im Moment so gut, wie man nur spielen kann", lobt auch Paul seinen Widersacher, und Teamkollege David West pflichtet ihm bei: "Er dominiert das Spiel, es ist unglaublich schwer, damit umzugehen."

Kein Turnover in beiden Spielen

Vor allem Billups' Sicherheit am Ball ist beeindruckend. In beiden bisherigen Begegnungen leistete er sich bei zwölf Assists keinen einzigen Turnover, während Paul bereits auf neun Ballverluste kommt.

"Ich war schon immer ein auf Sicherheit bedachter Spieler", sagte Billups, "Ich versuche die richtigen Spielzüge zu machen. Das gelingt mir nicht immer, aber ich versuche es. Im Moment habe ich den Grove und die Jungs um mich herum spielen großartig. Das macht unglaublich viel Spaß. Gewinnen macht immer Spaß."

Hoffen auf die Wende

Einen Anteil am Sieg über die Hornets hatten auch Carmelo Anthony und J.R. Smith. Melo erzielte 22 Punkte sowie neun Vorlagen und Smith steuerte 15 Zähler von der Bank aus bei.

Bei den Hornets war David West mit 21 Punkten und zehn Rebounds bester Akteur.

Trotz der beiden deutlichen Niederlagen ziehen die Hornets Positives daraus. "Letztes Jahr ist es den San Antonio Spurs gegen uns so ergangen. Wir haben die ersten zwei Heimspiele mit sehr deutlich gewonnen, und jeder dachte das war's. Aber dann haben sie das siebte Spiel bei uns gewonnen."

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