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Tony Parker erzielt in der Zone mehr Punkte als jeder andere NBA-Profi © getty

Erick Dampier bläst vor Dallas' drittem Spiel gegen San Antonio zur Jagd auf Tony Parker. Zudem muss sich Nowitzki steigern.

Von Michael Spandern

München - Vorhang auf zum ersten Heimspiel der Dallas Mavericks in den NBA-Playoffs 2009.

Und die Ausgangsposition vor Spiel 3 der Best-of-Seven-Serie gegen San Antonio (Fr., 2.30 Uhr LIVESCORES) ist wunschgemäß: Durch den 105:97-Auftaktsieg bei den im Westen an drei gesetzten Spurs haben die Mavs den Heimvorteil geklaut (Dallas schockt die Spurs).

Das heißt: Heimsiege in den Spielen 3, 4 und 6 würden Dirk Nowitzki zum Viertelfinal-Einzug genügen.

82-Kilo-Wirbelwind nicht zu halten

Gerade für Dallas, das von seinen letzten 37 Partien im American Airlines Center nur fünf verlor, ein gewichtiges Pfund.

Doch womöglich wiegen 82 Kilo bei den Gästen schwerer: Spurs-Wirbelwind Tony Parker war weder in den vier Hauptrunden-Begegnungen noch in dieser Serie zu bändigen.

Der Regisseur, Gatte von "Desperate-Housewives"-Schauspielerin Eva Longoria, führte San Antonio nicht nur zu den Meistertiteln 2003, 2005 und 2007, sondern mit 38 Punkten auch fast im Alleingang zum 105:84-Sieg in Spiel 2 Parker zeigt Mavericks die Grenzen auf - dem höchsten im texanischen Playoff-Evergreen. Und das, obwohl mit Manu Ginobili einer der drei Schlüsselspieler der Spurs verletzt ausfällt.

Terry wohl bester sechster Mann

Und Mavericks-Coach Rick Carlisle klingt nicht gerade zuversichtlich, dass seine Mannen - die auf der Spielmacher-Position mit dem 36-jährigen Jason Kidd starten - die Kreise des Franzosen entscheidend einengen. (94762Bilder)

"Wir würden seine Punktzahl gern bei? unter 38 Punkten halten", sagte der Trainer nur halb im Scherz. Allein der mit 1,83 Metern gleichgroße Puertoricaner J.J. Barea - vor dieser Saison erst mit 651 NBA-Minuten bedacht - kommt vom Tempo halbwegs mit.

Und Jason Terry, der einem Bericht von "ESPN" zufolge unmittelbar vor der Wahl zum besten sechsten Mann der Liga steht, kommt in den Playoffs nicht recht in Tritt.

Dampier unter Beobachtung

Da denkt Erick Dampier bereits an unlautere Mittel, um Parker einzubremsen: "Mein erstes Foul muss ihm signalisieren, dass es eine lange Nacht für ihn wird."

Nachdem der gewöhnlich eher lethargische Mavs-Center zur Hetzjagd geblasen hatte, ruderte Carlisle erschrocken zurück: "Ich denke nicht, dass es seine Absicht ist, irgendwen zu verletzen. Wir reden über einen Kerl, der hier in fünf Jahren nur zwei Unsportliche Fouls kassiert hat." (NBA-Playoffs 2009: Alle Paarungen auf einen Blick)

Und nachdem Dampier klar geworden war, dass die Referees sein Treiben "bei 100.000-facher Vergrößerung" unter die Lupe nehmen werden, erklärte sich der 2,13-Meter-Mann auch selbst: "Wir werden nicht rausgehen und jemanden absichtlich foulen. Wir wollen nur den Weg zum Korb dichtmachen und einfache Korbleger verhindern."

Im Fokus der Verteidigung

Nowitzki jedenfalls hat ein moderateres Rezept: "Wir werden die Strategie wechseln. Darum geht es bei großartigen Scorern. Großartige Spieler stellen sich auf einen Verteidiger ein."

Nicht nur die Defensive war ein Schwachpunkt der Mavericks - auch in Spiel 1. Der Angriff blieb stumpf, vor allem bei Terry und Nowitzki.

Nowitzki, auf den die Spurs ihre Verteidigung traditionell fokussieren, erzielt pro Spiel knapp sieben Punkte weniger als in der Hauptrunde (Statistik: Der Sport1.de-Nowitzki-Watch), auch seine Rebound- und Assistwerte sind rückläufig. Um seinen Titeltraum in Dallas zu erfüllen, muss der 30-Jährige sich steigern.

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