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Zum besten Western-Conference-Spieler im April geehrt: Dirk Nowitzki © getty

Angeführt von einem wiedererstarkten Dirk Nowitzki gewinnen die Mavericks Spiel drei gegen die San Antonio Spurs deutlich.

Von Tobias Schröter

München/Dallas - Harte, ja geradezu unfaire Defense hatte Erick Dampier für das dritte Spiel der Erstrunden-Playoff-Serie zwischen den Dallas Mavericks und den San Antonio Spurs angekündigt.

"Das erste Mal, wenn Tony Parker zum Korb geht, muss er auf dem Rücken liegen. Das erste Foul muss ihm signalisieren, dass es für ihn eine lange Nacht wird", so die Kampfansage des Teamkollegen von Dirk Nowitzki (Niederschläge aus Nowitzki-Reihen?) .

Das Versprechen der harten Fouls löste Dampier nicht ein, aber tatsächlich lieferten die Mavericks in ihrem ersten Heimspiel der Best-of-Seven-Serie eine derart beeindruckende Abwehrarbeit ab, dass sie die Spurs völlig demoralisierten und das Spiel deutlich mit 88:67 (46:32) für sich entschieden.

Damit eroberte Dallas im texanischen Duell mit 2:1 erneut die Führung und hat nun in der Nacht zu Sonntag die Chance, den Vorsprung mit einem zweiten Heimsieg weiter auszubauen.(NBA-Playoffs 2009: Alle Paarungen auf einen Blick)

Nowitzki top, Parker flop

"Es war super. Jeder hat für den anderen gekämpft, alle waren im Angriffsmodus", war Nowitzki, der vor der Partie zum "Western Conference Player of the Month" geehrt wurde, hochzufrieden.

Durfte er auch: Der Deutsche hatte nach seinen durchwachsenen Leistungen in den ersten beiden Spielen seinen Rhythmus wiedergefunden und war mit 20 Punkten und sieben Rebounds bester Mann des Abends. (Statistik: Der Sport1.de-Nowitzki-Watch)

Tony Parker hingegen, Spurs-Held des zweiten Spiels mit 38 Zählern (Parker zeigt Mavericks die Grenzen auf), kam ebenso wie seine Teamkollegen nie richtig in Tritt.

Zwar war er mit zwölf Zählern immer noch bester Scorer einer desolaten Spurs-Offensive, leistete sich aber ebenso viele Turnover wie er Assists sammelte, nämlich drei.

Popovich nimmt Starter raus

Auch Center Tim Duncan erwischte einen miserablen Abend: Er traf nur zwei seiner neun Würfe und brachte es neben diesen mageren vier Punkten nur auf klägliche zwei Rebounds.

Am Anfang des dritten Viertels hatte Spurs-Coach Gregg Popovich dann genug gesehen. Frustriert nahm er sämtliche Starter beim Stand von 62:36 für die Mavericks herunter, um sie für Spiel vier zu schonen.

"Ich hatte nicht den Eindruck, dass wir in diesem Spiel noch einmal zurückkommen würden", erklärte Popovich nachher.

Furioser Beginn elektrisiert Fans

Von Beginn an hatten die Mavericks den Gästen derart zugesetzt, dass sie die ersten fünf Würfe daneben setzten.

Im Gegenzug versenkte Dallas seine ersten vier Korbversuche, was die ohnehin schon ekstatischen Fans weiter elektrisierte.

Als im Verlauf des furiosen ersten Viertels Dampier dann auch einen Wurf von Tony Parker blockte und J. J. Barea im Gegenzug einen Dreier verwandelte, stand das American Airlines Center Kopf.

Negativ-Rekord

Und die Spurs ließen sich davon beeindrucken, stellten mit ihren 67 Pünktchen einen Playoff-Negativ-Rekord in ihrer Vereinsgeschichte auf.

Die Mavs hingegen bauten ihre starke Heimserie auf 16:1-Siege aus, was für das nächste Spiel hoffen lässt.

"Die Herausforderung ist jetzt, diese Verfassung bis dahin zu halten", sagte Dallas-Coach Rick Carlisle nach der Partie. "Es war ein wichtiger Sieg für uns, aber eben auch nur einer."

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