vergrößernverkleinern
Voller Entschlossenheit: Carlos Boozer erzielte ein Double-Double © getty

Nervenstark und überragend am Brett verkürzt Utah gegen die Lakers. Boston rückt gegen die Bulls die Verhältnisse zurecht.

Von Tobias Schröter

München - Ein Rebound-Monster und ein verwandelter Fade-away kurz vor Schluss haben die Utah Jazz gegen die Los Angeles Lakers zurück ins Geschäft gebracht.

Mit 88:86 behielt das Team aus Salt Lake City in seinem ersten Heimspiel die Oberhand und verkürzte in der best-of-seven-Serie auf 1:2.

In einer hektischen Schlussphase war es Jazz-Point Guard Deron Williams, der sich 2,2 Sekunden vor Ende der Partie freikämpfte und den entscheidenden Wurf versenkte.

Auf der Gegenseite vergab Kobe Bryant die letzte Möglichkeit der Lakers, sein Wurf von weit hinter der Drei-Punkte-Linie traf nicht einmal den Ring.

Boozer stellt Jazz-Rekord ein

Maßgeblichen Anteil am Sieg hatte auch Carlos Boozer, der neben seinen 23 Punkten vor allem durch satte 22 Rebounds auffiel, womit er einen Playoff-Rekord der Jazz von Karl Malone einstellte.(Statistik: Die Tagesbesten)

Beide Teams leisteten sich zwei starke und zwei schwache Viertel.

Nach gutem Auftakt kamen die Gastgeber erst im Schlussviertel wieder auf, nachdem die Lakers in der Mitte des Spiels die Kontrolle übernommen hatten.

Wechselhafte Schlussphase

Mit einem 15:4-Lauf zu Beginn der vierten Viertels eroberten die Jazz die Führung zurück und bewiesen im dann folgenden Wechselspiel Nervenstärke.

Vier Mal in den letzen zwei Minuten egalisierten die Lakers, bei denen Lamar Odom mit 21 Punkten und 14 Rebounds Tagesbester war und Kobe Bryant nur fünf von 24 Würfen aus dem Feld traf, eine Zwei-Punkte-Führung, ehe der bis dahin unsichere Williams den entscheidenden Korb markierte.

Chicago Bulls ? Boston Celtics 86:107

Mit einer beeindruckenden Vorstellung hat der amtierende Meister Boston Celtics in seinem Erstrunden-Duell mit den Chicago Bulls die Führung übernommen.(NBA-Playoffs 2009: Alle Paarungen auf einen Blick)

Paul Pierce mit 24 und Rajon Rondo mit 20 Punkten führten die Celtics zu einem deutlichen 107:86-Auswärtssieg in der "Windy City".

Umso überraschender, da Pierce in den ersten zwei Spielen wenig glänzen konnte und Rondo sich beim letzten Aufeinandertreffen gar seinen Knöchel verstaucht hatte.

"Das war heute die Art, wie wir spielen wollen", war Pierce entsprechend zufrieden - und auch sein Coach Doc Rivers stimmte in das Loblied mit ein: "Ich war begeistert davon, wie wir uns hier präsentiert haben."

Turnover-Serie von Rose

Weniger fröhlich war Bulls-Point-Guard Derrick Rose, der am Mittwoch zum "Rookie of the Year" gewählt worden war.

Er brachte es auf magere neun Zähler, leistete sich im Gegenzug auch noch sieben Turnover.

"Ich hoffe, dass erinnert uns daran, dass wir so arbeiten müssen wie in Spiel eins", so Rose.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel