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Thaddeus Young (l.) geht seit 2007 für die Philadelphia 76ers auf Korbjagd © getty

Ein 20-Jähriger stielt dem überragenden Center der Orlando Magic die Show und sichert Philadelphia den Sieg in Spiel drei.

Von Felix Götz

München - Wie ein begossener Pudel stand Dwight Howard nach der 94:96-Niederlage seiner Orlando Magic gegen die Philadelphia 76ers im Wachovia Center herum. (DATENCENTER: Ergebnisse)

Der 23-Jährige hatte soeben eine bärenstarke Partie abgeliefert und war mit 36 Punkten und 11 Rebounds der überragende Mann auf dem Parkett - zum Helden wurde allerdings ein anderer.

Die 21.600 Zuschauer feierten mit Thaddeus Young einen Spieler, der bis zwei Sekunden vor Ende eine eher mäßige Partie ablieferte (4 Punkte, 4 Rebounds).

Dann folgte allerdings der große Auftritt des Forwards der 76ers. Beim Stande von 94:94 bekam der 20-Jährige den Ball, zog in die Zone, hatte noch Glück, dass der Ball nicht verloren ging, drehte sich blitzschnell um die eigene Achse und traf ausgerechnet im direkten Duell gegen Howard mit Brett zum 96:94-Endstand.

"Mein wichtigster Wurf"

"Es war mein bisher wichtigster Wurf überhaupt. Es war auch etwas Glück dabei. Ich bin froh, dass ich getroffen habe und der Ball in meinen Händen blieb", bejubelte Young seine Punkte fünf und sechs.

"Ich hatte einen Sprungwurf erwartet, aber er machte diese Drehung - das tut weh", sagte der restlos bediente Howard.

Auch wenn zum Schluss etwas Glück dabei war - Philadelphia dürfte es egal sein. Die 76ers entschieden Spiel drei für sich und führen nun in der Best-of-Seven-Serie mit 2:1. (NBA-Playoffs 2009: Alle Paarungen auf einen Blick)

"Fürchterlich ausgespielt"

"Wir wurden 30 Minuten lang fürchterlich ausgespielt. Wir hatten Glück, dass wir am Ende überhaupt noch im Spiel waren. Außer Dwight hatten wir offensiv nicht viel zu bieten", räumte Magic-Coach Stan Van Gundy eine verdiente Pleite ein.

In der Tat: Neben Howard war Rafer Alston mit 17 Zählern noch bester Werfer bei den Magic.

Orlando lag zur Halbzeit bereits mit elf Punkten zurück, kämpfte sich dann aber in einem starken dritten Viertel (28:20) wieder heran und ging im letzten Durchgang zwischenzeitlich sogar in Führung.

Iguodala überragend

Dass es letztendlich nicht zum Sieg reichte, lag nicht nur an Matchwinner Young, sondern vor allem an Andre Iguodala, der mit 29 Punkten Topscorer auf Seiten der 76ers war.

Philadelphia bot eine rundum gute Leistung. Das Team von Trainer Tony DiLeo traf über 52 Prozent der Würfe aus dem Feld und versenkte 40 Prozent seiner Dreier.

Dementsprechend zufrieden war DiLeo: "Das war ein großer Sieg für uns. Wir haben unsere Balance gehalten und haben am Ende einige wirklich gute Spielzüge gezeigt."

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