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Von Beginn an voll auf Sieg progammiert: Dallas' Dirk Nowitzki © getty

Dallas gewinnt trotz ungewöhnlicher Statistiken des deutschen All-Stars Spiel 4 gegen San Antonio und hat nun drei Matchbälle.

Von Michael Spandern

München - Die Dallas Mavericks haben eine Vorentscheidung im Kampf um den Viertelfinal-Einzug herbeigeführt.

Das Team von Dirk Nowitzki gewann im heimischen American Airlines Center Spiel 4 gegen die San Antonio Spurs mit 99:90 (51:55) und liegt nun in der Best-of-Seven-Serie mit 3:1 vorne.

Damit haben die Mavs drei Matchbälle, aber nur einen in Spiel 6 zu Hause. "Ein 3:1 ist gut, aber es ist keine Garantie", warnte Trainer Rick Carlisle. (DATENCENTER: Ergebnisse)

Doch in der NBA-Geschichte gelang es erst acht Teams, einen 1:3-Rückstand noch umzudrehen. (Playoffbaum)

43 Punkte von Parker

Die im Westen an sechs gesetzten Mavericks, für die Josh Howard mit 28 Punkten bester Werfer war, holten den 34. Sieg aus den letzten 39 Heimspielen.

Und das, obwohl Dirk Nowitzki mit ungewöhnlichen Statistiken aufwartete: Er verbuchte 13 Rebounds (allesamt in der Defensive), aber nur 12 Punkte.

Bei San Antonio schulterten der überragende Tony Parker (43 Punkte) und Center Tim Duncan (25 Punkte, 10 Rebounds, sieben Vorlagen) die Verantwortung fast alleine.

"Die Mavericks haben viel mehr Waffen als wir", sagte der frustrierte Parker.

Kidd krönt den 11:1-Lauf

Nach einem verhaltenen Start und 5:11-Rückstand gingen die Gastgeber erstmals in der sechsten Minute durch Jason Terrys Korbleger zum 16:15 in Führung.

Zwar wendete der dreimalige Champion aus San Antonio mit zehn Punkten in Folge prompt das Blatt, doch Dallas schlug mit einem 11:1-Lauf zurück.

Spielmacher Jason Kidd schloss diesen eine Minute vor der Viertelpause mit einem Dreier zum 30:26 ab.

Die totale Zwei-Mann-Show

Die Spurs blieben dran - vor allem dank Parker, der bereits nach 14 Minuten 17 Punkte erzielt hatte. Nach seinem durchwachsenen Spiel 3, als er nur auf zwölf Punkte kam, hatte der Point Guard versprochen, sich diesmal "noch mehr anzustrengen".

Und er hielt Wort und riss nach Nowizkis Sprungwurf zum 45:36 (18.) das Zepter noch vehementer an sich: Zwei Dreier, Würfe im Zurückfallen - der Franzose spielte sein gesamtes Repertoire aus.

Parker (31) und Duncan (15) hatten zur Halbzeit bis auf neun alle Spurs-Punkte erzielt!

Bowen verkürzt aus der Distanz

Nach dem Seitenwechsel aber drehte Mavericks-Forward Josh Howard auf, trug acht Punkte zum 13:3-Zwischenspurt bei, nach dem Dallas wieder führte (64:58).

14 Punkte erzielte der All-Star von 2007 in diesem Abschnitt, in dem sein Team vorne blieb und bis auf 80:68 enteilte, bevor Bruce Bowen seinen ersten Dreier traf.

Es war der einzigen Feldkorb San Antonios im dritten Viertel, der nicht auf Parkers oder Duncans Konto ging.

Fünf Mavericks punkten zweistellig

Bei Dallas setzten viele Akzente: Ersatz-Center Ryan Hollins überraschte mit drei abgeblockten Würfen und fünf Rebounds - einen davon verwertete er noch in der Luft zum Dunking. Neben Howard und Nowitzki punkteten auch Terry, Erick Dampier und Kidd zweistellig.

85:73 lagen die Mavs zehn Minuten vor Schluss vorn, doch die Gäste verkürzten binnen dreieinhalb Minuten auf 84:87.

Erst in den letzten beiden Minuten machten die Mavs mit sechs Punkten nacheinander zum 99:90-Endstand den Sack zu.

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