vergrößernverkleinern
Kobe Bryant läuft seit 12 Jahren für die Los Angeles Lakers auf © getty

Kobe Bryant führt die Los Angeles Lakers fast im Alleingang zum Sieg gegen die Jazz und überholt zwei NBA-Legenden in einer Bestenliste.

Von Felix Götz

München - Kobe Bryant hatte nach dem überzeugenden 108:94-Sieg über die Utah Jazz gleich mehrfach Grund zu feiern. (DATENCENTER: Ergebnisse)

Zum einen sorgte der 30-Jährige mit 38 Punkten quasi im Alleingang für die 3:1-Führung (NBA-Playoffs 2009: Alle Paarungen auf einen Blick) seiner Lakers in der Best-of-Seven-Serie, zum anderen überholte der Guard in der Liste der besten Playoff-Scorer aller Zeiten Hakeem Olajuwon und John Havlicek und steht nun hinter Larry Bird auf Rang sieben dieser Tabelle.

Und das, obwohl der "MVP" von 2008 in der vergangenen Partie gegen Utah, als die Lakers mit 86:88 unterlagen, eine ganz schwache Vorstellung bot.

"Für mich war es wichtig, dass ich nach dem fürchterlichen Auftritt in der letzten Partie entschlossener und mit mehr Selbstvertrauen gespielt habe", sagte Bryant.

"Einfach alle abgeschüttelt"

Die Jazz konnten lediglich bis zur Halbzeit (53:60) einigermaßen mithalten und zollten dem starken Auftritt von Bryant großen Respekt.

"Wir sind nie nah genug an ihn herangekommen. Er hat einfach alle abgeschüttelt", staunte Utahs Coach Jerry Sloan.

Und Deron Williams, der mit 23 Punkten und 13 Assists einer der besten Spieler auf Seiten der Jazz war, fügte fast resignierend hinzu: "Man hat von Beginn an genau gesehen, dass er seinen Auftrag auszuführen hatte."

16 Rebounds von Boozer

Nach dem dritten Durchgang war die Partie gelaufen. Immerhin entschied Carlos Boozer (23 Zähler) das Rebound-Duell gegen Lamar Odom (10 Punkte) für sich.

Der Forward der Jazz pflügte 16 Bälle vom Ring, Odom brachte es "nur" auf 15 Rebounds.

Während die Lakers vor allem in Person von Odom und Pau Gasol (13 Punkte und 10 Rebounds) vor allem in der Verteidigung glänzten, lief bei Utah wenig zusammen.

Utah enttäuscht seine Fans

Die Mannschaft zeigte in der heimischen EnergySolutions Arena nicht genügend Biss, um den 14-maligen NBA-Champion ernsthaft zu gefährden.

"Ich bin von der Art und Weise, wie wir ins Spiel gingen, enttäuscht. Ich glaube, wir haben auch unsere Fans ein wenig enttäuscht", sagte Williams selbstkritisch.

Die Lakers dagegen sind so gut wie in der nächsten Runde. Selbst Williams hat kaum noch Hoffnung: "Wir wissen, dass es gegen diese Jungs sehr schwer ist, drei Partien in Folge zu gewinnen. "

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel