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Chris Paul spielt seit 2005 für die New Orleans Hornets in der NBA © getty

Der Hornets-Guard überragt in einer mit vollem Körpereinsatz geführten Partie. Die Atlanta Hawks werden in Miami gedemütigt.

Von Felix Götz

München - Nach dem 95:93-Erfolg (DATENCENTER: Ergebnisse) der New Orleans Hornets über die Denver Nuggets steht eines fest: Die Playoffs sind nichts für Weicheier.

Mit allen Mitteln bekämpften sich die beiden Mannschaften in der New Orleans Arena - mit dem Ergebnis, dass die Hornets in der Serie auf 1:2 verkürzten. (NBA-Playoffs 2009: Alle Paarungen auf einen Blick)

"Das ist der lustige Teil der Playoffs. Der Körperkontakt und die unsportlichen Fouls. Man will natürlich niemanden verletzen, aber nach dem Spiel lacht man darüber, weil es im Sport einfach so ist", sagte Chris Paul, der mit 32 Zählern und 12 Assists der Matchwinner des Teams aus Louisiana war.

Mit fünf Punkten Vorsprung ging New Orleans ins letzte Viertel, das an Dramatik kaum zu überbieten war.

Partie ähnelt einer "Schlacht"

Keines der beiden Teams konnte sich entscheidend absetzen, dafür ließen sich die Akteure auf dem Parkett offensichtlich von den 18.000 tobenden Zuschauern anstacheln und gingen dementsprechend zur Sache.

Die Bilanz am Ende der "Schlacht": 56 persönliche Fouls, drei unsportliche Fouls, ein technisches Foul - dazu kamen vier Spieler, die nach dem sechsten Regelverstoß vom Platz mussten.

David West und Tyson Chandler auf Seiten der Hornets, Nene und Kenyon Martin bei den Nuggets.

Anthony vergibt letzten Wurf

Die Entscheidung fiel erst fünf Sekunden vor dem Ende. Carmelo Anthony, der mit 25 Punkten und 8 Rebounds Denvers bester Spieler war, setzte beim Stande von 93:95 zum Sprungwurf an - und verfehlte.

Den letzten Rebound sicherte sich ausgerechnet James Posey (13 Punkte). Der Forward hatte sich bereits im ersten Viertel am rechten Knie verletzt, biss aber auf die Zähne und war in der zweiten Halbzeit so etwas wie der Fels in der Brandung.

"Ich wollte unbedingt zu Ende spielen. Die Fouls die ich begangen habe waren sehr nützlich. Ich wollte keine einfachen Punkte zulassen. Besser, sie müssen sich die hart an der Freiwurflinie erarbeiten", sagte der 32-Jährige.

"Der beste Guard der Welt"

Letztendlich war aber keine der unzähligen Unsportlichkeiten für den Ausgang der Partie entscheidend, sondern der überragende Paul.

"Ich hatte von Beginn an in meinem Kopf, dass ich ihn 48 Minuten durchspielen lasse. Er hat gespielt wie der beste Guard der Welt. Er hatte verstanden, um was es in diesem Spiel ging", lobte Hornets-Coach Byron Scott.

Miami Heat - Atlanta Hawks

Die Atlanta Hawks verbrannten sich an den Miami Heat gewaltig die Finger. Mit einer 78:107-Packung und einer Vorführung der Extraklasse verließ das Team von Trainer Mike Woodson die AmericanAirlines Arena.

"So dürfen wir uns nicht präsentieren. Wir hatten überhaupt keine Antworten auf das, was Miami mit uns machte", sagte der völlig schockierte Coach, nachdem Atlanta in der Serie mit 1:2 in Rückstand geraten war.

Bereits zur Halbzeit lag Miami, angeführt vom bärenstarken Dwyane Wade (29 Punkte), mit 50:29 vorn.

"Es gibt keine Entschuldigung"

"Wir sind mit sehr viel Elan in die Partie gegangen und hatten viel Power. Und in der Defense waren wir extrem hartnäckig", war der Heat-Guard mehr als zufrieden.

Ganz anders sah die Gemütslage bei den Hawks aus, bei denen Josh Smith, Mike Bibby und Al Horford mit jeweils 13 Zählern noch die "Besten" waren.

"Dafür gibt es keine Entschuldigung. Wir müssen das am Montag wieder in Ordnung bringen", forderte Horford.

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