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Dirk Nowitzki kommt in der Serie gegen die Spurs im Schnitt auf 16,3 Punkte © getty

Dallas will in Spiel 5 gegen San Antonio den Sack frühzeitig zumachen. Dennoch warnt Dirk Nowitzki davor, Würfe zu erzwingen.

Von Rainer Nachtwey

München/Dallas - Für die Dallas Mavericks ist diese Situation nichts Neues.

Bereits einmal führten sie gegen die San Antonio Spurs in den Playoffs mit 3:1. Das war in den Western Conference Semifinals 2006.

Die Mavs gewannen die Serie und wurden anschließend erst in den NBA-Finals von den Miami Heat gestoppt.

Dennoch ist die Erinnerung an diese Zeit nicht nur positiv.

Dirk Nowitzki und Co. verpassten es, die Serie frühzeitig zu beenden und mussten noch in ein entscheidendes siebtes Spiel. Erst ein Drei-Punkt-Spiel von Nowitzki rettete die Mavs in die Overtime.

Nowitzki will nichts erzwingen

"Wir wissen wie wichtig es ist, den Sack zuzumachen", sagt der Würzburger. Dies soll nun in der Nacht auf Mittwoch (ab 3.30 Uhr LIVESCORES) geschehen.

Dazu will der MVP von 2007 seinen Teil beitragen, aber nicht um jeden Preis.

"Sie haben mich in Spiel vier immer wieder gedoppelt, sehr eng verteidigt und wollten, dass ich die Würfe über die beiden Verteidiger nehme. Aber das werde ich nicht. Ich werde weiterhin versuchen, zum Korb zu ziehen und aggressiv zu sein", nimmt Nowitzki Bezug auf seine geringe Wurfauswahl (4 von 9).

Kidd trumpft auf

Von Nowitzkis ungewohnter Passivität profitierten seine Mitspieler - allen voran Josh Howard mit 28 Punkten und Jason Kidd mit 17.

Erst zum zweiten Mal in dieser Saison nahm Point Guard Kidd (4 aus 10) mehr Würfe als Nowitzki. Das gabe es zuvor nur am 8. Januar beim 99:94-Sieg über die New York Knicks. (DATENCENTER: Ergebnisse)

Trainer Rick Carlisle kündigte jedoch an, man werde weiterhin versuchen, Spielzüge über Nowitzki und Angriffsoption Nummer zwei, Jason Terry, laufen zu lassen, um zu sehen, ob die Spurs in der Verteidigung Änderungen vornehmen.

San Antonios Stars fehlt die Unterstützung

Die Spurs werden wieder auf ihr Star-Duo Tony Parker/Tim Duncan setzen. Obwohl die beiden zusammen 68 Punkte bei der 90:99-Niederlage in Dallas erzielten - Parker stellte mit 31 Punkten in der ersten Hälfte den Playoff-Rekord von George Gervin ein -, reichte es nicht zum Sieg. (zum Spielbericht: Big Point für Nowitzkis Team)

Das Problem San Antonios liegt in der fehlenden Unterstützung. Der Rest der Starting Five und die Bankspieler tauchten ab, trafen nur 6 ihrer 28 Würfe.

"Ihnen fehlt ein wichtiger Teil ihres Teams", meint Terry. "Manu Ginobilis Anteil in ihrem Angriff beträgt 35-40 Prozent. Wenn einem soviel fehlt, ist das natürlich ein großer Nachteil."

Duncan glaubt weiter an Runde zwei

Doch die Spurs wollen nicht alles auf den Ausfall des Argentiniers schieben, der mit einer Sprunggelenksverletzung die Saison bereits vorzeitig beendet hat.

"Wir haben nicht erwartet, mit 1:3 in Rückstand zu geraten. Nach Manus Ausfall haben wir nicht gesagt: 'Oh, wir Armen', sondern haben weiter ans Weiterkommen geglaubt. Daran glauben wir auch weiterhin."

Novum für Parker?

Die Spurs stützen sich dabei auf ihre starke Bilanz. Noch nie scheiterte San Antonio unter Tim Duncan und Tony Parker in der ersten Playoffrunde.

"Ich bin noch nie so früh ausgeschieden. Wir haben schon einmal einen 1:3-Rückstand aufgeholt und uns ein entscheidendes siebtes Spiel erkämpft", vertraut Parker auf die Vergangenheit.

Allerdings erwähnt Parker nicht, dass es zum finalen Schlag trotz der Aufholjagd nicht reichte und die Mavericks das entscheidende siebte Spiel gewannen.

Statistik spricht für Mavericks

Und die Statistik spricht in dieser Hinsicht ebenfalls für Dallas.

In der Geschichte der NBA-Playoffs gelang es erst acht Teams einen 1:3-Rückstand aufzuholen und die Serie noch zu gewinnen.

"Wir haben uns in diese missliche Ausgangslage gebracht. Entweder melden wir uns zurück oder wir können heim gehen", brachte es Duncan auf einen Nenner.

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