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Paul Pierce wurde in den Finals 2008 zum wertvollsten Spieler geehrt © getty

Der Finals-MVP rettet den Titelverteidiger in die Verlängerung und wirft ihn dann zum Matchball. Houston vergibt den ersten.

München/Boston - Es ist und bleibt wohl die engste Serie in der ersten Playoffrunde.

Nach Spiel eins und vier benötigten die Akteure auch in der fünften Begegnung zwischen Meister Boston Celtics und den Chicago Bulls eine Verlängerung um die Partie zu entscheiden. (DATENCENTER: Ergebnisse)

Mit 106:104 setzten sich die Celtics schließlich durch, gingen mit dem Sieg 3:2 in der Best-of-Seven-Serie in Führung und haben in der Nacht auf Freitag nun den ersten Matchball. (STATISTIK: Playoffbaum)

Finals-MVP Paul Pierce war der gefeierte Held bei Boston, als er die Partie drei Sekunden vor Ende mit seinem Wurf aus sechs Metern entschied.

Denn anschließend vergab Brad Miller zwei Freiwürfe, die den Bulls eine weitere Verlängerung beschert hätte.

Bulls vergeben Vorsprung

"Paul Pierce hat einfach unglaublich gespielt", lobte Chicagos Center Joakim Noah den Gegner. "Die Jungs haben einen verrückten Wurf nach dem anderen getroffen, und am Ende kam es nur darauf an: Wer trifft den entscheidenden? Wir hatten unsere Möglichkeiten und das macht die Niederlage noch schlimmer."

Noah spielte neben Millers vergebenen Freiwürfen dabei auf den 11-Punkte-Vorsprung der Bulls an, den sie neun Minuten vor Ende der Partie nach seinem Korbleger hatten.

Noah: "Wir kommen zurück"

"Als Ray Allen sein sechstes Foul kassiert hatte, war ich gefordert. Ich musste dann das Heft in die Hand nehmen", beschreibt Pierce seinen Gala-Auftritt in den letzten zehn Minuten, in denen er 12 Punkte erzielte und die Celtics in die Verlängerung warf. "Besser spät als nie."

Trotz des Matchballs in der Nacht auf Freitag (ab 1 Uhr LIVESCORES) in Chicago warnt Pierce vor den Bulls. Die Serie sei noch lange nicht vorbei.

Davon ist auch Bulls-Center Noah überzeugt. "Wir werden zurückkommen. Ich habe immer noch das Gefühl, dass wir die Serie gewinnen werden."

Am Freitag müssen sie es beweisen.

Portland Trail Blazers - Houston Rockets 88:77

Geht das schon wieder los? Die Houston Rockets haben den ersten Matchball in der Erstrunden-Serie gegen die Portland Trail Blazers vergeben. Die Texaner unterlagen in Portland mit 77:88 und führen nach Spiel fünf in der Best-of-Seven-Serie nur noch mit 3:2.

Seit 1997 warten die Rockets auf einen Seriensieg, verloren seitdem sechs Mal in der ersten Runde.

"Das war eines unserer schlechtesten Saisonspiele", meinte Center Yao Ming, der auf 12 Punkte und 15 Rebounds kam. Für das folgende Heimspiel in der Nacht auf Freitag hat er sich viel vorgenommen. "Hoffentlich können wir es drehen und dann unser bestes Spiel abliefern."

Vom Tropf zum "Champion"

Bei den Trail Blazers überzeugte Shooting Guard Brandon Roy. Portlands Topscorer war selbst durch eine hartnäckige Erkältung nicht kleinzubekommen und erzielte 25 Punkte.

"Ich habe schon viele Spiele mitgemacht, bei denen sich die Leute vorher absolut unwohl gefühlt haben und dann haben sie groß aufgespielt", meinte Portlands Trainer Nate McMillan. "Und Brandon hat das heute gemacht. Er hat vor dem Spiel noch eine Infusion bekommen und dann wie ein Champion gespielt."

Orlando Magic - Philadelphia 76ers 91:78

Ebenfalls 3:2 steht es zwischen Orlando und Philadelphia. Die Magic gewannen gegen die 76ers mit 91:78 und benötigen nur noch einen Sieg zum Einzug in die Eastern Conference Semifinals.

"Superman" Dwight Howard stellte mit 24 Punkten und 24 Rebounds wieder alle in den Schatten. Allerdings richtete Phillys Coach Tony DiLeo scharfer Kritik an die Schiedsrichter - wegen Howard.

DiLeo kritisiert Referees

"Dwight Howard hat sensationell gespielt und erst in ein großartiger Spieler, aber er hat sehr oft im Angriff und in der Verteidigung gegen die Drei-Sekunden-Regel verstoßen. Er ist ein großartiger Spieler. Die Schiedsrichter brauchen ihm so einen Vorteil überhaupt nicht geben", ärgerte sich der Trainer.

Spiel sechs der Serie findet in der Nacht auf Freitag in Philadelphia statt.

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