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Dwyane Wade war mit 30,2 Punkten pro Spiel der beste NBA-Korbjäger der Hauptrunde © getty

Miami gerät durch ein desaströses zweites Viertel in der Serie gegen Atlanta in Rückstand. Nicht nur Wade stößt etwas zu.

Von Michael Spandern

München/Atlanta - Vor den Augen von NBA-Commissioner David Stern ließen sich die Akteure nicht lumpen: In Spiel 5 der Achtelfinals zwischen den Atlanta Hawks und den Miami Heat gab es Zusammenstöße, Rangeleien, Wortgefechte, Verletzungen.

Und einen klaren Sieger: Die heimischen Hawks setzten sich dank eines überragenden zweiten Viertels (39:20) mit 106:91 (63:40) durch und führen nun in der Best-of-Seven-Serie mit 3:2. (DATENCENTER: Ergebnisse)

Bei den Gästen war Olympiasieger Dwayne Wade zwar mit 29 Punkten mal wieder Topscorer der Partie, kam aber erst in Fahrt, als Miami aussichtslos zurücklag.

Schlagabtausch zwischen Pachulia und O'Neal

Womöglich lag es an seinem harten Aufschlag aufs Parkett: Im ersten Abschnitt war er bei einem Gegenstoß über Josh Smith gefallen, mit dem Kopf aufs Parkett geprallt und dort einige Minuten liegengeblieben.

Der Olympiasieger, der bereits mit Rückenkrämpfen ins Spiel gegangen war, begab sich danach mit einer Eispackung auf dem Schädel in die Kabine, kehrte aber noch in der ersten Hälfte zurück.

Er war nicht der einzige, der einstecken musste: Sein Mitspieler Jermaine O'Neal bekam einen Ellenbogen von Hawks-Center Zaza Pachulia ab. Kurz danach revanchierte er sich mit einem Schlag in Richtung Pachulias Kopfs.

Drohkulissen bauen sich auf

Schlimmer traf es Atlantas Big Man Al Horford: Er wurde von James Jones übel gefoult und verstauchte sich bei der Landung seinem rechten Fuß. Die beiden fälligen Freiwürfe führte er noch aus, danach musste Teamkollegen dem Starting Center vom Feld helfen.

In der hitzigen Partie gerieten auch Solomon Jones und Wade nach einem harten Einsteigen des Hawks-Ersatzmann aneinander. Jamaal Magloire eilte herbei und schubste Jones, Atlantas Smith ging auf Magloire los - die Referees verhängten vier Technische Fouls.

Später ließ Wade seine Frustration an Maurice Evans aus - wieder baute sich eine Drohkulisse beider Teams aus. Diesmal beließen es die Unparteiischen mit einem Unsportlichen Foul gegen Wade.

Erster Matchball am Freitag

Basketball gespielt wurde auch noch, vor allem von Joe Johnson und Joker Flip Murray, die Atlanta mit 25 bzw. 23 Punkten zum Sieg führten. (STATISTIK: Playoffbaum)

Josh Smith steuerte acht Rebounds, zwei Steals, zwei abgeblockte Würfe und 20 Punkte bei. Es wären zwei mehr gewesen, hätte er nicht mit einer missglückten Shownummer die Gäste provozierte: Er knallte bei 20 Punkten Vorsprung einen Dunking, bei dem er sich den Ball durch die Beine gezogen hatte, an den Ring. "Das hat uns beleidigt", sagte Wade.

Nun muss der Meister von 2006 am Freitag (ab 23 Uhr LIVESCORES) den ersten Matchball abwehren. Ansonsten zieht Atlanta erstmals seit zehn Jahren wieder in die zweite Playoff-Runde ein.

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