Ron Artest geht unter die Wohltäter. Der Forward der Los Angeles Lakers will "entweder alles oder ein wenig" seines Gehaltes der nächsten Spielzeit von knapp 6,8 Millionen US-Dollar spenden. Am 1. Juli 2011 wird er bekannt geben, wie viel er letzten Endes an eine gemeinnützige Organisation für psychisch Kranke überweisen möchte.

Bereits seinen Meisterring von der letzten Meisterschaft hat er auf seiner persönlichen Wohltätigkeits-Website in einer Verlosung zur Verfügung gestellt.

"Ron-Ron" ist bisher nicht hauptsächlich für seine nette Art bekannt. Das Enfant terrible sorgte in der Vergangenheit immer wieder für negative Schlagzeilen. In der Saison 2004/2005 gingen mit ihm die Pferde durch, und er schlug bei einer Partie seiner Indiana Pacers bei den Detroit Pistons auf die Zuschauer ein, nachdem er mit Bechern beworfen wurde. Die Folge war eine Rekordsperre von 73 Spielen der regulären Saison und 13 Playoff-Spielen.

2007 wurde er wegen des Verdachts häuslicher Gewalt gegen seine Ehefrau festgenommen und zu 20 Tagen auf Bewährung verurteilt.

Diese Zeiten sind nun vorbei. In Las Vegas wurde aufgrund seiner Bemühungen für wohltätige Zwecke der "Ron Artest Day" im Oktober eingeführt. Bei der Zeremonie war auch Ex-US-Präsident Bill Clinton anwesend. "Präsident Clinton war glücklich über meinen Wandel", erklärte Artest.

Am Montag steht ein Treffen der Lakers mit Präsident Barack Obama an. Artest will sein Wohltätigkeitsprogramm jedoch nicht beim US-Präsidenten bewerben. "Ich glaube ich muss das nicht tun. Ich denke er weiß schon davon", meinte er.

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