Im Zuge der Verhandlungen um einen neuen Tarifvertrag hat die Spielergewerkschaft der NBA (NBPA) der Liga unfaires Verhalten vorgeworfen.

Die Beschwerde klagt die Funktionäre laut Berichten des Fernsehsenders "ESPN" unter anderem dahingehend an, die Gewerkschaft an einer direkten Verhandlung mit den Spielern gehindert und sie mit einer "Nimm es, oder verschwinde"-Forderung unter Druck gesetzt zu haben.

Die Erneuerung des Tarifvertrags werde verzögert, "bis die NBA die Spieler aussperrt und sie dazu nötigt, die harten Bedingungen der Liga zu akzeptieren".

Die NBPA prüfe derzeit sogar eine einstweilige Verfügung gegen die mögliche Aussperrung der Spieler seitens der Klubbeseitzer.

Die NBA-Verantwortlichen wiesen die Vorwürfe von sich. "Es gibt keinen Grund für die Beschwerden. Wir haben uns an die gesetzlichen Pflichten gehalten und werden das auch weiterhin tun", hieß es in einem Statement.

Hintergrund der seit Wochen anhaltenden Diskussionen ist der Tarifvertrag, der am 30. Juni ausläuft.

NBA-Boss David Stern führt einen Verlust von mehr als einer Milliarde Dollar an, seit der zur Zeit gültige Vertrag 2005 in Kraft trat, und forderte im Oktober eine Reduzierung der Spielergehälter um insgesamt 800 Millionen Dollar. Dagegen wehrt sich die mächtige Spielergewerkschaft.

Sollte es keine Einigung geben, droht der NBA der zweite Lockout ihrer 64-jährigen Geschichte. In der Saison 1998/99 waren die ersten 32 Saisonspiele gestrichen worden.

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