Der NBA droht weiter der Lockout. Im Tarifstreit zwischen der Spielergewerkschaft NBPA und der Liga schlugen die Besitzer am Mittwoch ein Angebot der Spieler aus, während der kommenden fünf Spielzeiten auf Gehaltszahlungen in Höhe von insgesamt 500 Millionen Dollar zu verzichten.

Dies reiche nach Liga-Angaben allerdings nicht aus, um wie geplant die jährlichen Gehalts-Ausgaben auf maximal zwei Milliarden Dollar zu begrenzen.

Für Zündstoff sorgt zudem das Vorhaben der Liga, Gehälter in Höhe von rund 160 Millionen Dollar zurückzufordern. Diese waren bei einem Treuhänder hinterlegt worden, um sicherzustellen, dass die Lohnausgaben einen Wert von 57 Prozent der Liga-Einnahmen nicht übersteigen.

Da diese Grenze wohl nicht erreicht wird, hatten die Spieler mit einer Auszahlung gerechnet.

"Dieses Geld haben sich die Spieler im vergangenen Jahr erarbeitet. Aus unserer Sicht ist es nicht Teil der Verhandlungen", sagte Gewerkschafts-Boss Derek Fisher. Dass die Liga an dieses Kapital heranwolle, zeuge von ihrer Arroganz.

Die Gesamtforderungen seien "überzogen" und `nicht akzeptabel". NBA-Boss David Stern bezeichnete sie dagegen als "bescheiden".

Am Freitag wollen die Parteien für weitere Verhandlungen zusammenkommen. Hintergrund der seit Wochen anhaltenden Diskussionen ist der Tarifvertrag, der am 30. Juni ausläuft.

Stern führt einen Verlust von mehr als einer Milliarde Dollar an, seit der zur Zeit gültige Vertrag 2005 in Kraft trat, und forderte im Oktober eine Reduzierung der Spielergehälter um insgesamt 800 Millionen Dollar.

Dagegen wehrt sich die mächtige Spielergewerkschaft. Sollte es keine Einigung geben, droht der NBA der zweite Lockout ihrer 64-jährigen Geschichte.

In der Saison 1998/99, dem ersten Jahr von Dirk Nowitzki in der NBA, waren die ersten 32 Saisonspiele gestrichen worden.

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