Im Tarifstreit der NBA kommt es am Donnerstag unmittelbar vor dem Ablauf der Frist zu einer weiteren Verhandlungsrunde. Darauf verständigte sich die Spielergewerkschaft NBPA mit den Klubbesitzern. Damit besteht zumindest eine theoretische Chance, den drohenden Lockout noch vor der Deadline zu verhindern.

Beide Parteien streiten seit Monaten um einen neuen Tarifvertrag, konnten bislang aber keine Einigung erzielen. Das alte Papier läuft am 30. Juni um Mitternacht aus. "Ich möchte wirklich, dass es zu einer Einigung kommt. Aber es muss ein Deal sein, der es allen Teams ermöglicht, Gewinne zu erwirtschaften und für mehr Wettbewerb sorgt", sagte NBA-Commissioner David Stern.

Derzeit werden 57 Prozent der Einnahmen an die Spieler weitergegeben, dadurch machen angeblich 22 von 30 NBA-Klubs Minus. Seit Einführung des derzeit gültigen Vertrags im Jahr 2005 sollen die Vereine mehr als einer Milliarde Dollar Verlust gemacht haben. Deshalb fordert NBA-Boss Stern eine Reduzierung der Spielergehälter um insgesamt 800 Millionen Dollar.

Am Mittwoch hatten die Besitzer ein Angebot der Spieler ausgeschlagen, während der kommenden fünf Spielzeiten auf Gehaltszahlungen in Höhe von insgesamt 500 Millionen Dollar zu verzichten. Dies reiche nicht aus, um wie geplant die jährlichen Gehalts-Ausgaben auf maximal zwei Milliarden Dollar zu begrenzen.

Zuletzt waren die Spieler 1998/99 ausgesperrt worden, die Saison startete mit Verspätung und wurde auf 50 Spieltage verkürzt. In den derzeitigen Gesprächen ist das letzte Wort aber noch lange nicht gefallen. Stern und mehrere Gewerkschaftsvertreter haben bereits angekündigt, die Verhandlungen eventuell auch nach Ablauf der Frist fortsetzen zu wollen. Dafür müssten aber am Donnerstag erst einmal Fortschritte erzielt werden.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel