Dirk Nowitzki bleibt ausgesperrt: In der NBA ist kein Ende des Lockouts in Sicht. Zwar trafen sich Spielervertreter und die Verhandlungsführer der Liga am Montagabend erstmals seit der Verkündung der Aussperrung, eine Annäherung gab es jedoch nicht.

Der alte Tarifvertrag war zum 30. Juni ausgelaufen, zahlreiche Top-Spieler erwägen derzeit vorübergehende Engagaments in Europa.

"Ich bin nicht zuversichtlich, dass die Spieler ernsthaft diskutieren wollen", sagte NBA-Commissioner David Stern nach dem dreistündigen Treffen in New York.

Die Gespräche seien in recht angespannter Atmosphäre verlaufen. Derek Fisher, Profi bei den Los Angeles Lakers und Vertreter der Spieler, sagte: "Wir liegen noch sehr weit auseinander. Aber ohne Gespräche würde es überhaupt nicht vorangehen."

Derweil hat die NBA vor einem Gericht in Manhattan Klage gegen die Spielergewerkschaft NBPA eingereicht. Die Liga will sich bestätigen lassen, dass die Aussperrung der Spieler nicht gegen Kartellgesetze verstößt.

Der Schritt sei eine Reaktion auf die Androhung der NBPA, kartellrechtlich gegen die Liga vorzugehen, hieß es in einer Stellungnahme.

Die Verantwortlichen der NBA sind der Auffassung, dass die NBPA mit der Drohung Druck ausüben und ihre Verhandlungsposition stärken will.

Die NBA-Vereine sollen seit Inkrafttreten der letzten Tarif-Vereinbarung im Jahr 2005 mehr als eine Milliarde Dollar Verlust gemacht haben.

Deshalb fordert NBA-Boss Stern eine Reduzierung der Spielergehälter um insgesamt 800 Millionen Dollar.

Zuletzt waren die Spieler 1998/99 - im ersten NBA-Jahr des deutschen Superstars Nowitzki - ausgesperrt worden, die Saison startete mit Verspätung und wurde auf 50 Spieltage verkürzt.

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