Billy Hunter, Vorsitzender der NBA-Spielervertretung, geht davon aus, dass die Saison 2011/12 komplett abgesagt wird.

Grund dafür sei die harte Linie einiger Klub-Besitzer, die NBA-Boss David Stern in den Verhandlungen keinen Spielraum für einen Kompromiss ließen.

"Wir sind 800 Millionen Dollar pro Jahr voneinander entfernt", wird der Gewerkschaftsführer von der "Baltimore Sun" zitiert: "Es muss etwas passieren, dass beide Parteien als Ansatz nutzen können, um ihr Gesicht zu wahren."

"Wenn ich drauf wetten müsste", sagte Hunter der "American bar Association", würde er darauf setzen, dass es keine NBA-Saison geben wird.

Im Streit zwischen den Klubs und den Spielern der amerikanischen Profiliga geht es um die Verteilung der Einnahmen, die sich nach offiziellen Angaben auf 4,3 Milliarden Dollar belaufen.

Aus diesem Grund trat am 1. Juli der Lockout in Kraft, der erst aufgehoben wird, sobald beide Parteien ein neuen Vertrag ausgehandelt haben.

In der vergangenen Saison haben die Klubs nach Angaben der Liga Verluste in Höhe von 300 Millionen Dollar gemacht. Deshalb fordern sie den Anteil der Profis, der sich bisher auf 57 Prozent beläuft, deutlich nach unten zu korrigieren.

"Wir waren bereit auf 54 runterzugehen", unterstrich Hunter, doch eine Einigung ist derzeit nicht in Sicht

Der Spielervertreter ermutigte die Profis noch einmal, sich um ein Engagement bei europäischen Spitzenklubs zu bemühen. Bisher gibt es mit New-Jersey-Nets-Guard Deron Williams aber erst einen Top-Spieler, der einen gültigen Vertrag bei Besiktas Istanbul besitzt.

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