Die Spieler und die Klubbesitzer haben sich im Tarifstreit der NBA nach knapp zweiwöchiger Funkstille darauf geeinigt, sich wieder an den Verhandlungstisch begeben. Dies berichten "ESPN" und die "New York Times" unter Berufung auf nicht genannte Quellen. Demnach sollen die Verhandlungen am Freitag in die nächste Runde gehen.

In den Gesprächen wird angeblich seit Dienstag ein neuer Versuch unternommen, den Lockout zu beenden. Offenbar soll versucht werden, die Voraussetzungen für einen verspäteten Saisonstart am 25. Dezember zu schaffen.

Einem Bericht der "New York Times" hat die Liga den Plan für eine Saison mit 66 (statt der üblichen 82) Spielen parat, sollten beide Seiten rechtzeitig auf einen neuen Tarifvertrag einigen.

Sollte dies gelingen, würde die Spielzeit für NBA-Champion Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks mit einem Leckerbissen beginnen. Am 1. Weihnachsfeiertag käme es zu Hause zum Wiedersehen mit Finalgegner Miami Heat.

Mit fast zweimonatiger Verspätung könnte dann in Dallas auch endlich das Meisterbanner unter der Hallendecke aufgehängt werden. Laut einer "ESPN"-Quelle sind vor allem die Teams aus Miami, Orlando, Phoenix, Boston und die Los Angeles Lakers an einer baldigen Einigung interessiert.

Dafür muss es jetzt allerdings schnell gehen. Etwa vier Wochen Vorbereitung brauchen die Klubs, bevor die Trainingscamps und die Free-Agent-Periode beginnen könnten. Durch die Aussperrung der Spieler waren bislang noch keine Verhandlungen mit vertragslosen Spielern möglich. Doch noch eine Reihe anderer Fragen wäre kurzfristig zu klären.

Einigen sich die Parteien, müsste die aufgelöste Spielergewerkschaft NBPA neu gegründet und die kartellrechtliche Klage der Profis gegen die NBA vor einem Gericht in Minnesota zurückgezogen werden.

Danach könnte in einem neuen Tarifvertrag die bislang ungeklärte Verteilung der Klubeinnahmen von rund vier Milliarden Dollar (2,96 Milliarden Euro) festgemacht werden.

Der Lockout war zum 1. Juli in Kraft getreten, weil sich die Klubvertreter und die NBPA nicht auf einen neuen Tarifvertrag einigen konnten. Bislang wurden alle Spiele bis zum 15. Dezember gestrichen, die Absage der kompletten Saison droht weiterhin.

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