Die NBA-Spieler haben auf dem Weg zur Einigung im Tarifstreit einen ersten Schritt vollzogen und die Aussetzung ihrer kartellrechtlichen Klage gegen die nordamerikanische Basketball-Profiliga beantragt. Als nächstes soll die Spielergewerkschaft neu gegründet und die Einigung mit den Klubvertretern unter Dach und Fach gebracht werden.

Am Wochenende hatten die Parteien nach fast fünfmonatigem Streit um die Verteilung der jährlichen Klubeinnahmen von rund vier Milliarden Dollar (2,96 Milliarden Euro) eine vorläufige Einigung erzielt. Der neue Tarifvertrag soll eine Laufzeit von zehn Jahren haben.

Zuletzt wurden Briefe an 450 Spieler verschickt, um die Zustimmung zur Neugründung der aufgelösten Spielergewerkschaft NBPA einzuholen. Sollten die Spieler ihr Okay geben, müsste anschließend die Mehrheit dem neuen Deal mit der Liga zustimmen.

Die neue Saison soll am 25. Dezember mit knapp zweimonatiger Verspätung beginnen. Der Spielplan sieht 66 Saisonspiele pro Team vor. NBA-Champion Dirk Nowitzki würde mit Titelverteidiger Dallas Mavericks zur Saisoneröffnung gegen Finalgegner Miami Heat antreten.

Die Spieler waren zum 1. Juli ausgesperrt worden, weil wegen der Uneinigkeit beider Seiten kein neuer Tarifvertrag aufgesetzt werden konnte. Alle Spiele bis zum 15. Dezember wurden abgesagt, die Verhandlungen Mitte des Monats abgebrochen.

Die Spieler reichten anschließend Klage vor einem Gericht in Minnesota ein, um ein Ende des Lockouts zu erreichen.

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