Das monatelange Tauziehen um die Sacramento Kings geht in die nächste Runde. Am Mittwoch gab eine kalifornische Investorengruppe ein formelles Kaufangebot für den NBA-Klub ab.

Die Technologie-Schwergewichte um den Gründer des Datenriesen TIBCO Software, Vivek Ranadive, wollen die Kings unbedingt in der kalifornischen Hauptstadt halten und reagierten mit ihrem Angebot auf die 550-Millionen-Dollar-Offerte aus Seattle.

"In Seattle wäre ein NBA-Team als Zugabe ganz nett, in Sacramento ist es das Einzige, was da ist. Mit einem Umzug würde der Stadt das Herz rausgerissen", sagte Ranadive, der sich zu den Modalitäten des Angebotes nicht äußern wollte.

Das Angebot der Investoren um Ranadive, zu denen auch Mark Mastrov, milliardenschwerer Gründer einer Fitnesskette, gehört, ist das nächste Kapitel im Kampf um die Kings.

Die Maloof-Familie wollte das neue Angebot nicht kommentieren. Der Mehrheitseigner hatte schon im Januar eine Vereinbarung mit einer Investorengruppe aus Seattle getroffen. Seither formiert sich der Widerstand in Sacramento.

Auch Hedgefonds-Manager Chris Hansen, der die Interessenten aus Seattle um Microsoft-Chef Steve Ballmer anführt, enthielt sich eines Kommentars.

Ursprünglich sollte die Entscheidung über den Umzug am Freitag fallen, doch das Votum der Liga über das weitere Schicksal der Kings wurde nach einem Meeting des NBA-Komitees am Mittwoch um mindestens zwei Wochen verschoben.

Liga-Commissioner David Stern hatte bereits vor zwei Wochen angekündigt, dass die Entscheidung aufgrund umfangreicher Prüfungen später fallen könnte.

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