Der amerikanische Basketballer Jason Collins hat sich am Montag als erster aktiver US-Profisportler offen zu seiner Homosexualität bekannt.

"Ich habe mir nicht vorgenommen, der erste offen schwule Athlet in einer der großen amerikanischen Sportligen zu werden. Aber ich bin es, und ich freue mich, die Debatte anzuschieben", sagte der 34-Jährige dem Magazin "Sports Illustrated".

Collins, der in dieser NBA-Saison bereits für die Boston Celtics und die Washington Wizards aufgelaufen war, bekräftigte zudem, weiter Basketball spielen zu wollen.

"Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte sich ruhig jemand anderes melden können. Da es niemand getan hat, hebe ich jetzt meine Hand", sagte Collins.

In der am 6. Mai erscheinenden Ausgabe der "Sports Illustrated" geht der 2,13-m-Hüne ganz offensiv mit seinem Outing um. "Ich bin ein 34 Jahre alter NBA-Center. Ich bin schwarz. Und ich bin schwul", schreibt der gebürtige Kalifornier, der seit 2001 in der NBA auf der Position unter dem Korb aktiv ist.

Vor dieser Spielzeit trug der Center schon die Trikots der New Jersey Nets, Memphis Grizzlies, Minnesota Timberwolves und Atlanta Hawks. Mit den Nets stand Collins 2002 und 2003 jeweils im NBA-Finale und ist derzeit ohne Vertrag.

In einer ersten Reaktion äußerte sich NBA-Commissioner David Stern positiv über die offenen Worte.

"Jason ist ein angesehener Spieler und wir sind stolz, dass er in dieser wichtigen Sache eine Vorreiterrolle einnimmt", sagte Stern.

Auch in den sozialen Netzwerken wurde Collins bereits unmittelbar nach der Veröffentlichung beglückwünscht. "Er ist vielleicht der mutigste Mann in der Welt des Sports", schrieb ein User bei "Twitter".

Collins machte keinen Hehl daraus, dass es eine große Anstrengung gewesen sei, das Geheimnis so lange für sich zu bewahren.

"Ich habe Jahre des Leids hinter mir und habe sehr viel durchgemacht, um diese Lüge zu leben. Ich war ganz sicher, dass meine Welt zusammenbricht, wenn es irgendjemand wüsste", betonte Collins.

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