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Donald Sterling will die L.A. Clippers nicht abgeben
Sterling ist ehemaliger Besitzer der Los Angeles Clippers © getty

Donald Sterling hat aus der Rassismus-Affäre um seine Person offensichtlich nichts gelernt und sich am Telefon weitere schlimme Aussetzer geleistet.

Der von der NBA auf Lebenszeit gesperrte Besitzer der Los Angeles Clippers drohte zwei Ärzten und dem Anwalt seiner in Trennung lebenden Frau Shelly.

Die 79-Jährige beantragte nun vor Gericht Personenschutz für sich und die Angerufenen. Dies berichten verschiedene US-Medien.

Dr. Meril Sue Platzer und Dr. James Edward Spar hatten dem 80-jährigen Sterling, der wegen rassistischer Bemerkungen in aufgezeichneten Telefongesprächen mit seiner Freundin V. Stiviano von der NBA bestraft worden war, unter anderem wegen "emotionaler Labilität" die Fähigkeit abgesprochen, weiter Entscheidungen über den Klub zu treffen.

Er wurde deshalb als Mitglied des Sterling Family Trust abgesetzt. Die Stiftung entscheidet über die Clippers.

Jetzt ging Sterling auf die beiden Psychiater los. Platzer sei eine "schreckliche Frau" und werde ihre Approbation verlieren, so Sterling. Er werde sie auf eine "hohe Summe" verklagen.

"Ich werde dir vor Gericht zeigen, was ich von dir halte", übermittelte Sterling Dr. Spar. Pierce O'Donnell, Rechtsanwalt seiner Frau Shelly, ließ er wissen: "Ich mach dich fertig. Ich verklage jeden."

O'Donnell sieht sein Leben in Gefahr.

Donald Sterlings Anwalt Maxwell Blecher versuchte nach dem Telefonterror die Wogen zu glätten. Es habe sich um keine Drohungen gehandelt.

"Niemand ist in Gefahr", sagte Blecher, sein Mandant sei eben jähzornig. "Das heißt aber nicht, dass er durchgedreht ist".

Ab dem 7. Juli kommt es in L.A. zu einer viertägigen Anhörung zur Frage, ob Sterling wegen seiner geistigen Verfassung abgesetzt werden durfte.

Der Family Trust hat sich bereits mit dem früheren Microsoft-Boss Steve Ballmer darauf geeinigt, dass dieser die Clippers für die NBA-Rekordsumme von 2,0 Milliarden Dollar (rund 1,47 Milliarden Euro) übernimmt.

Mit einem Richterspruch soll wieder Bewegung in die Sache kommen.

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