vergrößernverkleinern
Donald Sterling will die L.A. Clippers nicht abgeben
Donald Sterling ist seit 1981 Eigentümer der L.A. Clippers © getty

Der von Donald Sterling, wegen rassistischer Vorkommnisse auf Lebenszeit gesperrter Besitzer der Los Angeles Clippers, angestrengte Prozess hat mit einer Niederlage für den 80-Jährigen begonnen.

Das Gericht wies ein Antrag seiner Anwälte ab, den Fall an ein Bundesgericht zu verweisen. Sterling beklagt, dass die Veröffentlichung seiner Krankengeschichte die Persönlichkeitsrechte verletzt habe.

Die Gutachterin Dr. Meril Sue Platzer bestätigte zudem im Rahmen der gerichtlichen Anhörung am Montag, dass Sterling tatsächlich an Alzheimer erkrankt ist. Er sei "bereits mindestens drei Jahre, wahrscheinlich sogar fünf Jahre erkrankt".

Bereits zuvor hatten Dr. Platzer und Dr. James Edward Spar Sterling unter anderem wegen "emotionaler Labilität" die Fähigkeit abgesprochen, weitere Entscheidungen über sein NBA-Team zu treffen.

Sterling wurde nach dieser Aussage als Mitglied des Sterling Family Trust abgesetzt. Diese Stiftung entscheidet über die Clippers.

Bei der viertägigen Anhörung in Los Angeles soll nun geklärt werden, ob Sterling, der wegen rassistischer Bemerkungen in aufgezeichneten Telefongesprächen mit seiner Freundin Vanessa Stiviano von der NBA bestraft worden war, wegen seiner geistigen Verfassung rechtmäßig abgesetzt werden durfte.

Der Family Trust hat sich bereits mit dem früheren Microsoft-Boss Steve Ballmer darauf geeinigt, dass dieser die Clippers für die NBA-Rekordsumme von 2,0 Milliarden Dollar übernimmt.

Sterling, der beim Prozessauftakt fehlte, möchte den Verkauf um jeden Preis verhindern und hatte zuletzt Dr. Platzer und Dr. Spar sowie Pierce O'Donnell, dem Anwalt seiner in Trennung lebenden Frau Shelly, telefonisch gedroht. "Ich mach dich fertig. Ich verklage jeden", soll Sterling seinerzeit gesagt haben.

Hier gibt's alles zum US-Sport

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel