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Vick ist bekannt für seinen einmaligen Stil als Quarterback, sein Spitzname: "Superman" © getty

Michael Vick will nach seiner Gefängnisstrafe wieder spielen. Die Liga fordert für die Reaktivierung öffentliche Reue.

Atlanta - Knapp drei Monate vor seiner Haftentlassung bereitet Michael Vick seine Rückkehr auf die große Football-Bühne vor.

Der umstrittene Quarterback der Atlanta Falcons, 2007 wegen illegaler Hundekämpfe zu 23 Monaten Gefängnis verurteilt, will ab der kommenden Saison seine Karriere fortsetzen.

Die National Football League (NFL) schloss eine Reaktivierung Vicks nicht aus. Allerdings sollte der 28-Jährige seine Taten vorher öffentlich bereuen.

Noch verbringt Vick seine Tage im Staatsgefängnis von Leavenworth/Kansas. Ab dem 21. Mai könnte er in seinen Heimatstaat Virginia zurückkehren, wo er anschließend für zwei Monate unter Hausarrest steht.

Atlanta will nicht mehr

Das gäbe dem einst als große Quarterback-Hoffnung gefeierten Vick die Chance, im Sommer wieder ins Training einzusteigen. Wenn da nur nicht ein kleines, aber nicht unwesentliches Problem im Raume stünde: die Atlanta Falcons wollen ihren ehemaligen Superstar nicht mehr haben.

Zunächst forderten die Südstaatler sogar jene 20 Millionen US-Dollar zurück, die sie Vick bei Vertragsantritt als Handgeld gezahlt hatten.

Gericht entscheidet

Ein Gericht wird in den nächsten Tagen über einen Kompromiss entscheiden. Demnach wird der Betrag auf rund sieben Millionen Dollar reduziert.

Vick, der wegen Bussgeldern und gekündigter Werbeverträge während der Haft Konkurs anmeldete, muss eventuell eines oder gleich beide seiner zwei Häuser in Virginia verkaufen, deren Marktwert auf jeweils 2,5 Millionen Dollar geschätzt wird.

20 Millionen Schulden

Mit rund 20 Millionen Dollar steht Vick laut Gerichtspapieren in der Kreide. Insider gehen allerdings davon aus, dass er die Summe innerhalb weniger Jahre zurückzahlen könnte, falls er in diesem Sommer einen neuen Verein findet.

Die Falcons stehen nach eigenen Angaben Offerten aufgeschlossen gegenüber. Vorher wird Vick allerdings einen Trip nach New York machen müssen und NFL-Chef Roger Goodell von der Ernsthaftigkeit seiner Reue-Beteuerungen überzeugen.

Angebot im Gefängnis

Ein erstes Angebot - wahrscheinlich nicht ganz ernst gemeint - erhielt Vick jüngst im Knast. Die Albany Firebirds, ein eher kleines Licht im Indoor-Football, offerierten dem prominenten Häftling einen Einjahresvertrag zu den üblichen Liga-Bedingungen.

Neben 200 Dollar Gehalt pro Woche bekäme Vick zusätzlich 50 Dollar Prämie für einen Sieg. Um Protestaktionen von Tierschützern zu vermeiden, enthält der angebotene Kontrakt eine Klausel, nach der Vick 100.000 Dollar für gemeinnützige Zwecke spenden müsste.

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