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Brett Favre spielte 15 Jahre bei den Green Bay Packers © getty

Der NFL-Oldie Brett Favre greift wohl nochmal an. Ein möglicher Wechsel zum Erzrivalen Minnesota sorgt für ungewöhnliche Maßnahmen.

München - Für den amerikanischen Star-Quarterback Brett Favre ist das Alter nur eine Zahl.

Wie US-Medien berichten, will der 39-Jährige zum zweiten Mal aus seinem Ruhestand zurückkehren und im Herbst wieder auf die Jagd nach dem Football gehen.

Die angebliche Vereinswahl Favres sorgt für großes Aufsehen. Der Spielmacher will ausgerechnet bei den Minnesota Vikings anheuern, die als Erzfeind der Green Bay Packers gelten, für die Favre 15 Jahre das Trikot überstreifte.

Eine Operation steht an

Es war die Ruhe vor dem Sturm, als die Vikings das erste Training des Jahres absolvierten. Wenig überraschend blieb die Jagd der Paparazzi nach dem vielleicht besten Quarterback der letzten zehn Jahre aber zunächst erfolglos.

Favre befinde sich daheim in Mississippi hieß es, wo er einen Tag später ein Treffen mit dem bekannten Sportarzt Dr. James Andrews hatte.

Nach Lage der Dinge wird er sich in den nächsten Tagen einer Operation am rechten Bizeps unterziehen.

Die Beschwerden hatten im Winter gemeinsam mit Schulterproblemen zu einem Leistungseinbruch geführt.

Aktuell im Ruhestand

Damals hatte Favre als Quarterback der New York Jets einen großartigen Saisonstart, der sich nach einer Niederlagenserie und dem Verpassen der Playoffs als vergebene Mühe erwies.

Favre trat zurück und erklärte seine Karriere zum zweiten Mal für beendet. Vier Monate später scheint er sich seiner Sache nicht mehr so sicher zu sein.

"Ich bin nach wie vor im Ruhestand, zumindest für den Augenblick", sagte er vor gut einer Woche. Der Fernsehsender "ESPN" will allerdings erfahren haben, dass es längst erste Kontakte zwischen Favre und den in den vergangenen Jahren mäßig erfolgreichen Vikings gab.

Sportliche Aspekte dürften kaum der Grund für die potenzielle Rückkehr des Quarterbacks sein.

Ehrenbürgeschaft aberkannt?

Die Packers machen gute Miene zum bösen Spiel. Sie boten ihrem verlorenen Sohn eine Position im Management an und wollen in diesem Winter Favres Trikot mit der Nummer vier endgültig in den Schrank legen.

Sollte der Superstar tatsächlich zum Erzrivalen wechseln, könnten sich die Dinge ändern.

In einer Umfrage erklärten mehr als die Hälfte der wegen ihrer Kopfbedeckung in Form eines Käsestücks bekannten Packers-Fans ("Cheese Heads") einen Wechsel Favres zu den Vikings als "unverzeihlich".

Folgerichtig solle dem ehemaligen Volkshelden der nur 100.000 Einwohner zählenden Stadt am Lake Michigan die Ehrenbürgerschaft aberkannt werden.

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