vergrößernverkleinern
Quarterback Drew Brees kam 2006 zu den New Orleans © getty

Am Donnerstag startet die NFL in die Saison. Sport1.de analysiert die Chancen der Teams. In Teil eins: NFC South und NFC West.

Von Rainer Nachtwey

NFC South:

Carolina Panthers: Die Rückkehr von Quarterback Jake Delhomme nach seiner Ellbogenverletzung verleiht den Panthers viel Zuversicht. Die Offensive wurde zudem über den Draft mit Jeff Otah (RT) und Jonathan Stewart (RB) stark aufgewertet. In der Defense hofft Carolina, dass sich der letztjährige Rookie Jon Beason (LB) zum Führungsspieler entwickelt. Kommen keine erneuten Verletzungen der Leistungsträger in die Quere, ist der Super-Bowl-XXXVIII-Finalist ein Kandidat für den Divisionssieg.

Sport1-Tipp: Platz 1

New Orleans Saints: In der Problemzone der Saints, der Verteidigung, hat sich viel getan. Mit LB Jonathan Vilma, CB Randall Gay und DT Sedrick Ellis wurden von den N.Y. Jets, Patriots bzw. über den Draft drei Starter verpflichtet. In der Offensive müssen die Running Backs Reggie Bush und Deuce McAllister nach ihren Verletzungen zu ihrer Form von 2006 zurückfinden, dann könnte New Orleans auch wieder um die Divisionskrone mitspielen.

Sport1-Tipp: Platz 2

Tampa Bay Buccaneers: Trotz der Verletzungsseuche gewannen die Bucs letzte Saison die Division. Dies lag allerdings mehr daran, dass die Konkurrenten schwächelten. Mit QB Jeff Garcia steht Head Coach Jon Gruden ein solider und erfahrener Spielmacher zur Verfügung. Der erneute Ausfall - rund sechs Wochen - von RB Cadillac Williams ist jedoch ein großer Verlust auf dem Weg zum erneuten Divisionstitel.

Sport1-Tipp: Platz 3

Atlanta Falcons: Die Nach-Vick-Ära ist eingeläutet worden. Beim Draft haben sich die Falcons darauf konzentriert, die Offensive umzubauen. QB Matt Ryan ersetzt den inhaftierten Michael Vick und mit Sam Baker wurde ihm ein Left Tackle zur Seite gestellt. Die alten Haudegen Alge Crumpler (TE), Joe Horn (WR) und Warrick Dunn (RB) wurden ebenso abgegeben, wie Unruhestifter DeAngelo Hall. Die Falcons sind auf einem guten Weg, allerdings wird Trainer-Neuling Mike Smith noch ein paar Jahre brauchen, um aus Atlanta ein Playoff-Team zu formen.

Sport1-Tipp: Platz 4

NFC West:

Seattle Seahawks: Trotz der Wide-Receiver-Sorgen - mit Nate Burleson steht QB Matt Hasselbeck nur ein gesunder Passempfänger zur Verfügung - sind die Seahawks das mit Abstand beste Team in der schwachen NFC West. Für eine Überraschung sorgte der Super-Bowl-XL-Finalist als er den in den letzten beiden Spielzeiten gesundheitlich angeschlagenen RB Shaun Alexander - immerhin MVP in dem Jahr - vor die Tür setzte. Die verpflichteten Julius Jones und T.J. Duckett können zusammen einen gesunden Alexander nicht ersetzen.

Sport1-Tipp: Platz 1

Arizona Cardinals: Head Coach Ken Whisenhunt ließ aufhorchen, als er Kurt Warner an Stelle von Matt Leinart auf der Quarterback-Position den Vorzug gab. Warner gehört zwar immer noch zur Elite in der NFL, Leinart jedoch die Zukunft in Arizona. Das Passspiel der Cards ist aufgrund der Wide Receiver Larry Fitzgerald und Anquan Boldin überdurchschnittlich, allerdings fehlt dem Running-Game die Frische. In den letzten beiden Jahren konnte RB Edgerrin James an seine Form bei den Indianapolis Colts nicht anknüpfen.Thema NFL Champions

Sport1-Tipp: Platz 2

St. Louis Rams: Mit Nummer-zwei-Pick Chris Long, Sohn von Hall-of-Famer Howie Long, haben die Rams ihre Passverteidigung zwar verstärkt, die löchrige O-Line bleibt aber weiterhin das Hauptproblem in St.Louis. Zwar kehrt LT Orlando Pace nach seiner Verletzung zurück, ob der 32-Jährige seine Form aus den Jahren 1999 und 2001, als die Rams einmal den Super-Bowl gewannen und einmal im Finale standen, wieder findet ist fraglich.

Sport1-Tipp: Platz 3

San Francisco 49ers: Nach der Saison 2006 mit einer Bilanz von 7:9 hoffte die Bay Area, dass es mit dem Ex-Champion wieder aufwärts geht. Doch die darauf folgende Spielzeit wurde ein Desaster. Quarterback-Wechselspiele und schwache Leistungen in der Defense ließen die Niners wieder in die Niederungen abrutschen. Einziger Lichtblick war Linebacker Patrick Willis, der als "Defensive Rookie of the Year" ausgezeichnet wurde. Für 2008 sieht es nicht besser aus. In der Preseason verdrängte J.T. O?Sullivan Alex Smith auf der Quarterback-Position. Der Untergang des ehemaligen Nummer-Eins-Picks spiegelt die Situation des Klubs wider.

Sport1-Tipp: Platz 4

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel