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Michael Irvin wurde 2007 in die Hall of Fame aufgenommen © getty

Sie gehörten zu den "Rebellen". Doch mittlerweile haben sich die "Enfants terribles" zu Vorbildern gemausert.

Ob Michael Irvin, Terrell Owens oder Tank Johnson: Die exzentrischen aktiven oder zurückgetretenen Stars der Liga haben sich als Tutoren für Spieler und Kinder zur Verfügung gestellt.

Als Irvin, der Mitte der 90er Jahre wegen Drogenbesitzes sich vor Gericht verantworten musste, letzten August in die Hall of Fame aufgenommen wurde, gab er Commissioner Roger Goodell einen Tipp: Bring das Rookie Symposium, bei dem die Liga-Neulinge auf die NFL eingestimmt werden, nach Canton, den Ort der Hall of Fame.

"Es ist der perfekte Ort dafür", sagte Irvin, der mit den Dallas Cowboys drei Super-Bowl-Siege errang.

Deshalb habe er Goodell auch den Vorschlag unterbreitet, dass jeder Rookie vor seinem ersten NFL-Spiel den Geist der Ruhmeshalle erfahren solle. Irvin bot sich an, den Fremdenführer für die NFL-"Frischlinge" zu spielen.

T.O. als Jugendtrainer

Um noch jüngere Football-Spieler kümmern sich Owens und Santana Moss. Die beiden Wide Receiver der Dallas Cowboys bzw. Washington Redskins haben Training Camps für Jugendliche eingerichtet.

T.O.s Sommerlager in Duncanville findet bereits zum dritten Mal in Serie statt. Und zum dritten Mal kümmert sich der 34-Jährige persönlich um seine Gäste. Dieses Jahr sind es 294.

"Er zeigt uns Techniken und widmet uns so viel Zeit. Er motiviert mich, ein guter Footballspieler zu werden", sagt der 14 Jahre alte Darren Rollings, einer der Teilnehmer.

Mitspieler unterstützen Owens

"Mir machte es einfach große Freude, mit den Kids Football zu spielen, sie zu unterstützen und ihnen zu helfen, sich zu verbessern", begründet Owens sein Engagement bei Sport1.de.

Und T.O. hat prominente Unterstützung erhalten. Neben Hall-of-Famer Irvin werden sich auch die beiden Mitspieler Running Back Marion Barber und Cornerback Adam Jones sowie der ehemalige 100-Meter-Olympiasieger Maurice Green um die Ausbildung der Jugendlichen kümmern.

"Tank" kümmert sich um Ex-"Pacman"

Während Adam "Don't-call-me-Pacman" Jones sich um die Jugendlichen kümmert, erhält der Cowboys-Neuzugang selbst Unterstützung.

Als Jones von Commissioner Goodell auf Bewährung wieder in der NFL aufgenommen wurde, fühlte sich Tank Johnson dazu berufen, dem ehemaligen Quertreiber als Mentor zu unterstützen.

"Da, wenn er mich braucht"

Johnson war letzte Saison von Goodell wegen Verstoßes gegen die NFL-Verhaltensrichtlinien noch selbst suspendiert worden. Doch während der Defensive Tackle nur acht Spiele aussetzen musste und in Dallas einen Neuanfang wagte, blieb Jones die komplette Spielzeit gesperrt.

Nach Jones' Wechsel zu den Cowboys will Johnson seinem Mannschaftskollegen durch seine Erfahrungen zur vollständigen Wiedereinstellung verhelfen.

"Zu merken, dass jemand für einen da ist, der einen unterstützt, ist manchmal alles, was man braucht", sagt der "Panzer". "Ich habe gesagt, dass ich ihm zur Seite stehen werde und dass ich für ihn da bin, wenn er mich braucht."

Sanders will mit Jones arbeiten

Johnson ist nicht der Einzige, der Jones seine Hilfe angeboten hat. Deion "Neon" Sanders, früher ebenfalls für seine Eskapaden bekannt, gab bei Jones' Verpflichtung bekannt, dass er gerne mit dem Cornerback zusammenarbeiten wolle.

Nun bleibt abzuwarten, wann Jones seine Arbeit als Tutor aufnimmt.

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