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Brett Favre warf gegen Miami die Touchdown-Pässe 443 und 444 seiner Karriere © getty

Brett Favre führt die New York Jets zum Auftaktsieg über die Miami Dolphins. Bei einem Touchdown-Pass erhält er "göttliche Hilfe".

Von Rainer Nachtwey

München/Miami - Brett Favre is back! Und wie er zurück ist. Mit einem 56-Yard-Touchdown-Pass auf Jerricho Cotchery im ersten Play der zweiten Angriffsserie zeigte der 38 Jahre alte Quarterback was noch in ihm steckt.

Zwei Monate nach seinem Rücktritt vom Rücktritt lieferte Favre eine solide Partie ab. Insgesamt kam der langjährige Spielmacher der Green Bay Packers auf zwei Touchdowns bei 194 Yards und führte die New York Jets zu einem 20:14-Sieg über die Miami Dolphins.

"Ich weiß, dass es die richtige Entscheidung war", sagte Favre zu seinem Comeback. "Ich bin jetzt ein New York Jet, und darüber bin ich glücklich."

Spektakulärer TD-Pass

Favres zweiter Touchdown-Pass war nicht weniger spektakulär. Weil sich Kicker Mike Nugent bei einem Field-Goal-Versuch aus 32 Yards verletzte, gingen die Jets beim vierten Versuch und noch 13 Yards, die zu überbrücken waren, auf Risiko.

Favre nahm den Snap auf, wich einem Tackle aus und warf den Ball Richtung Endzone. Beim Wurf wurde er erneut getackelt und der Ball flog in hohem Bogen zu Jets-Receiver Chansi Stuckey - 22-Yard-Touchdown! Für den dreimaligen MVP war es der 444. Touchdown-Pass seiner Karriere.

Dolphins Fullback Boomer Grigsby konnte sich den Touchdown nur mit göttlicher Hilfe erklären. "Er hat das Teil irgendwie durch die Luft geworfen, und dann hat sich Gott gedacht: 'Brett Favre wird jetzt einen Touchdown-Pass haben.' Und so kam es dann. Das ist einfach ein typischer Brett Favre."

Pennington mit starkem Schlussviertel

Allerdings geriet der Sieg am Ende noch einmal in Gefahr. Nach Thomas Jones Sechs-Yard-Touchdown-Lauf, der die Jets mit 20:7 in Führung brachte, übernahmen die Dolphins das Kommando.

Chad Pennington, der nach dem Favre-Trade bei den Jets entlassen wurde und in Miami ein neues Zuhause fand, zeigte vor allem im letzten Viertel eine klasse Leistung, als er 152 seiner 254 Yards erzielte.

3:27 Minuten vor Ende der Partie bediente er David Martin in der Endzone zu 14:20.

Revis sorgt für Entscheidung

Nachdem die Jets nach drei Versuchen ohne zehn Yards zu erzielen punten mussten, bot sich den Dolphins eine letzte Chance. Bis auf 18 Yards näherte sich Miami New Yorks Endzone.

"Bitte nicht punkten" waren seine Gedanken, als er tatenlos zusehen musste, verriet Favre anschließend. Aber fünf Sekunden vor Schluss fing Cornerback Darelle Revis einen auf Ted Ginn jr. gezielten Pass in der eigenen Endzone ab. Die Entscheidung.

"Wenn wir nur ein Play mehr gehabt hätten, hätte es wahrscheinlich gereicht", zeigte sich Miamis Wide Receiver Greg Camarillo enttäuscht. "Das tut schon weh."

Einzig der Sieg zählt

"Es war ein Zittersieg, aber wir haben gewonnen. Das zählt", sagte Favre.

Anders sah es natürlich sein Gegenüber Pennington. Für den ehemaligen Jet war die Niederlage gegen sein Ex-Team besonders bitter, obwohl er dies bestritt.

"Ich hasse es zu verlieren. Da ist es egal, ob es gegen die Jets oder irgendein anderes Team geht. Es tut einfach nur weh."

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